Der 1. FC Kaiserslautern musste im Verbandspokal bei Drittligist Schifferstadt ran (Foto: SWR)

Fußball | Verbandspokal FCK meistert Pflichtaufgabe gegen Schifferstadt souverän

Für den DJK-SV Phönix Schifferstadt war es das Spiel des Jahres - da schmerzte auch die deutliche Niederlage nicht: Der Landesligist unterlag im Sechzehntelfinale des Verbandspokals Südwest in Ludwigshafen dem Drittligisten 1. FC Kaiserslautern mit 0:6 (0:2).

Der FCK ging mit einer fast komplett neuformierten Elf gegenüber dem letzten Drittligaspiel in das Duell mit Phönix Schifferstadt, dass vor knapp 4.200 Zuschauern im Ludwigshafener Südweststadion stattfand. Unter anderem startete Stürmer Lucas Röser, der erst in der letzten Woche von Dynamo Dresden zu den Roten Teufeln gewechselt war.

Dauer

Außenseiter Phönix Schifferstadt macht dem FCK das Leben schwer

Es entwickelte sich schnell das erwartete Spiel Schifferstadt verteidigte, Kaiserslautern hatte viel mehr Ballbesitz, aber zunächst agierte die Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann noch ohne Durchschlagskraft. Dementsprechend zufrieden war Schifferstadts Trainer Ediz Sari mit dem Auftreten seiner Mannschaft: "Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht. Leidenschaft, Zweikampfverhalten, taktische Disziplin - das haben wir alles gut gemacht." So stand es auch nach einer knappen halben Stunde noch 0:0.

Röser bricht den Bann

In der 32. Minute war es dann ausgerechnet der gebürtige Ludwigshafener Röser, der die Roten Teufel in Führung brachte. Das erste FCK-Pflichtspieltor für den 25-Jährigen. Nur wenig später legte Hendrick Zuck für den Favoriten nach und erhöhte auf 2:0 (37.). Das war gleichzeitig der Halbzeitstand.

Die zweite Halbzeit startete so, wie die erste endete: mit einem überlegenen Drittligisten. Röser sorgte mit seinem zweiten Treffer (51.) nur wenige Minuten nach Wiederanpfiff für die Vorentscheidung. Der Klassenunterschied war nun deutlich sichtbar, so sah es auch der Trainer des Underdogs Ediz Sari: "Wenn du keine Entlastung bekommst, fallen dann einfach die Tore. Das ist dann auch passiert und Kaiserslautern hat es einfach gut gemacht, wir hatten keine Chance mehr."

Dauer

Am Ende wird es deutlich

Nun erlahmte auch der Schifferstädter Widerstand. Jonas Singer (63.) beseitigte endgültig alle Zweifel am Favoritensieg, Gino Fechner (66.) erhöhte auf 5:0 für den FCK. Zehn Minuten vor dem Ende traf Mohamed Morabet zum 6:0.

Röser: "Das ist etwas besonderes"

Nach der Partie freute sich Röser über seine Torpremiere. "Es war sehr schön, hier zu spielen. So heimatnah, das ist etwas besonderes. Meine Familie und Kumpels waren alle da", sagte der Angreifer gegenüber SWR Sport.

Dauer

FCK-Trainer Sascha Hildmann war ebenfalls zufrieden: "Wir haben uns schwergetan, aber vom Bewegungsablauf und vom Einsatz her war es gut. Viele Spieler konnten sich endlich mal zeigen - und das haben sie. Das war für mich sehr wichtig."

Dauer

Somit steht der 1. FC Kaiserslautern in der Runde der letzten sechzehn des Verbandspokalwettbewerb des Südwestdeutschen Fußballverbandes. Der Sieger qualifiziert sich für den lukrativen DFB-Pokal. Ebendies hatten die Roten Teufel in der letzten Spielzeit geschafft - und das ist nun erneut das selbsterklärte Ziel. Phönix Schifferstadt darf trotz der am Ende deutlichen Niederlage stolz sein - die Vorderpfälzer haben lange Zeit gut dagegengehalten und eine couragierte Leistung abgerufen.

STAND