Der 1. FC Kaiserslautern bejubelt die Zweitliga-Meisterschaft 1997 (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Fußball | 3. Liga Als der FCK und Meppen ein Tor-Feuerwerk abbrannten

AUTOR/IN

Am Wochenende muss der 1. FC Kaiserslautern in der 3. Liga beim SV Meppen antreten. Vor 22 Jahren resultierte aus dem Aufeinandertreffen der beiden Teams das bis heute torreichste Spiel in der 2. Bundesliga.

Es ist Mittwoch, der 19. Juni 1997. Der 1. FC Kaiserslautern spielt in der 2. Bundesliga und hat am 34. Spieltag bereits zehn Punkte Vorsprung auf den Tabellenzweiten. Die Roten Teufel sind bereits aufgestiegen und man könnte meinen, dass sie ihr letztes Heimspiel ruhig angehen lassen. Doch am Ende steht es 7:6 zwischen Kaiserslautern und dem SV Meppen - es ist das bis heute torreichste Zweitligaspiel der Geschichte.

Ein echtes Torspektakel

Der eine oder andere Zuschauer reibt sich wohl verwundert die Augen. Da geht man sich mal eben ein Bier und eine Bratwurst holen und wenn man nach wenigen Minuten wieder auf seinem Platz steht, hat man jede Menge Tore verpasst. Zur Halbzeit steht es 5:2 durch die Tore von Olaf Marschall (2), Thomas Riedl (2) und Uwe Wegmann auf Lauterer und Christian Claaßen und Robert Thoben auf Meppener Seite. Die Begegnung scheint längst entschieden, doch auch die zweite Halbzeit bietet keine Zeit, sich entspannt zurück zu lehnen.

Auch in der zweiten Halbzeit Schlag auf Schlag

Nachdem die Roten Teufel ihren Vorsprung bis zur 76. Minute durch Jürgen Rische und Axel Roos auf 7:3 ausbauen, schlägt Meppen noch einmal zurück. Innerhalb von zwölf Minuten schießen die Emsländer noch drei Tore durch Thomas Kluge, Damir Buljan sowie erneut Claaßen und verkürzen den Rückstand auf 7:6. Dann scheint es den beiden Mannschaften auch genug Spektakel - die Partie endet nach 13 Toren mit dem sensationellen Resultat von 7:6 für die Pfälzer.

Dauer

Ein Schnitt von einem Tor alle sieben Minuten. Der FCK steigt mit diesem Torfestival im Fritz-Walter-Stadion am letzten Spieltag als "Sahnehäubchen" in die Bundesliga auf. In der darauffolgenden Saison im Oberhaus wird der Aufsteiger sogar Deutscher Meister - man kann es kaum glauben.

Es waren sehr erfolgreiche Zeiten des 1. FC Kaiserslautern. Fast wie ein Märchen. Davon ist der Klub heute weit entfernt. Nach mittlerweile bald anderthalb Jahren 3. Liga hinkt der FCK den Erwartungen hinterher. Auch diese Saison läuft es bisher nicht rund. Am Samstag müssen die Teufel wieder gegen den SV Meppen (14 Uhr) ran - diesmal im Emsland.

Mit einem Auswärtssieg kann der FCK das obere Tabellendrittel ins Visier nehmen. Sollten die Pfälzer mit einer Niederlage aus dem Emsland abreisen, geht der Blick in Richtung Tabellenkeller. Die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden Teams wieder 13 Tore schießen, ist gering. Drei Punkte würden dem FCK schon reichen. Dann würde zumindest ein wenig Ruhe am Betzenberg einkehren und der Blick könnte nach vorne gerichtet werden.

AUTOR/IN
STAND