Markus Merk (Foto: SWR)

Fußball | 3. Liga Team Merk will in den FCK-Aufsichtsrat - Genaue Vorstellungen treffen auf Hoffnung

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Markus Merk möchte in den Aufsichtsrat des 1. FC Kaiserslautern. Stichtag für die Wahl ist die Jahreshauptversammlung am 01. Dezember. In SWR Sport in Rheinland-Pfalz präsentierte Merk die Pläne seines Teams.

"Es ist wahrscheinlich die schwierigste Zeit in 119 Jahren Vereinsgeschichte", konstatiert Markus Merk. Trotzdem oder genau deswegen möchte der frühere Bundesliga-Schiedsrichter mit seinem Team in den Aufsichtsrat des FCK gewählt werden. Das Team besteht aus Merk selbst, dem ehemaligen Vorstands-Vorsitzenden Rainer Keßler, dem ehemaligen FCK-Profi Martin Wagner, Rechtsprofessor Jörg Wilhelm und Finanzexperte Martin Weimar. Und das Fünfergespann hat bereits sehr konkrete Vorstellungen, wie es ab dem Tag nach der Wahl weiterzugehen hat.

Prüfung durch externe Firma

Es stehen Schulden von drei bis 18 Millionen Euro im Raum. Vielleicht sogar noch mehr. "Das kann an diesem Tag, zu diesem Zeitpunkt niemand beurteilen", gibt Merk zu. Gleich nach Mandatserteilung, so Merk, werden Wirtschaftsprüfer auf die Geschäftsstelle kommen und die Ist-Situation feststellen. Auf Grundlage der daraus resultierenden Ergebnisse solle reagiert werden.

Team Merk hat bereits einen Finanzvorstand

Überraschend verkündet Merk in SWR Sport, dass sein Team bereits einen kaufmännischen Vorstand gefunden habe. Für die Position, die Merk selbst als größte Baustelle sieht, verspricht er einen Kandidaten, der selbst aus dem Sport kommt und alle Kompetenzen mitbringt, um dem FCK in der aktuellen Lage zu helfen. Den Namen des möglichen Nachfolgers von Michael Klatt verrät Merk nicht.

Becca nur noch einer von vielen?

Die Frage nach möglichen Investoren beschäftigt den FCK seit geraumer Zeit. Hinzu kommt die Verwirrung rund um das undurchsichtige Engagement Flavio Beccas. Fest steht: Das Team Merk wird am Vier-Säulen-Investoren-Modell festhalten, das von den Mitgliedern mit großer Mehrheit bestimmt wurde. Dieses Modell schließt aus, dass Becca als alleiniger Investor bestehen bleibt. Dem Modell nach müssen unter anderem regionale Investoren einsteigen. Ein Szenario, das lange nicht vereinbar schien mit Beccas geplanten Investitionen. In einem fünfstündigen Gespräch sind sich Merk und Becca nähergekommen. Nach Mandatserteilung soll es ein erneutes Treffen geben. Die Quintessenz der ersten Unterredung laut Merk: "Es kann ein Miteiander geben."

Geschäftsführung verschlanken

Die finanzielle Seite ist seitens Team Merk abgeklärt. Doch wer soll die sportlichen Geschicke leiten? Merk stellt zunächst fest, dass die Geschäftsführung verschlankt werden soll: Der FCK sei "teilweise noch aufgestellt wie zu Bundesligazeiten".

Neben dem kaufmännischen Geschäftsführer soll es zukünftig nur noch einen sportlichen Leiter geben. Bisher wurde die sportliche Leitung durch den Geschäftsführer Sport und einem Sportdirektor geführt. Dadurch werden die Positionen von Martin Bader und Boris Notzon zusammengeführt. Baders Vertrag wird zum Ende des Jahres nicht verlängert. Notzon müsste vielleicht einem neuen Kandidaten seitens des Teams Merk weichen.

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