Die sportliche Talfahrt des 1. FC Kaiserslautern hält an (Foto: Imago, Jan Huebner)

Fußball | 3. Liga Der 1. FC Kaiserslautern befindet sich im freien Fall

Nach dem Pokal-Coup gegen den 1. FC Nürnberg war die Hoffnung beim 1. FC Kaiserslautern hoch, den Rückenwind in der 3. Liga nutzen zu können. Doch stattdessen erlitten die Roten Teufel den nächsten Rückschlag.

Den 1. FC Kaiserslautern trennt nicht mehr viel vom Gang in die Bedeutungslosigkeit. Der viermalige deutsche Meister befindet sich schon seit Wochen im freien Fall. Spätestens nach dem 2:3 (1:1) gegen die Würzburger Kickers und dem Fall auf Tabellenrang 18 in der 3. Liga wächst die existenzielle Sorge vor einem noch tieferen Absturz.

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Auf "Himmel" folgt "Hölle"

Ein kleines Fünkchen Hoffnung machte sich breit, als der FCK mit einem dramatischen und emotionalen Kraftakt den Zweitligisten 1. FC Nürnberg aus dem DFB-Pokal warf. Der Schwung und die Euphorie sollte konserviert und auf den Liga-Alltag übertragen werden. Doch nach dem "Himmel" folgte die "Hölle", wie es der ratlose Cheftrainer Boris Schommers ausdrückte.

Es ist ein Fehler beim Ausspielen des Players aufgetreten.

Boris Schommers mahnt zur Ruhe

Denn das, was die 16.260 Zuschauer auf dem Betzenberg geboten bekamen, glich einem sportlichen Offenbarungseid. "Warum wir heute so aufgetreten sind, kann ich nicht erklären. Wir werden aber nicht in Panik verfallen", sagte Schommers: "Ich bin mir der prekären Situation bewusst, aber darum bemüht, Ruhe zu bewahren."

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Probleme auf dem Feld - und außerhalb

Nur 13 Zähler holten die Pfälzer aus 14 Saisonspielen. Vier der fünf vergangenen Partien gingen verloren. Woche für Woche verhindern kapitale individuelle Fehler im Defensivspiel die Wende. Einige Akteure wirken wie Fremdkörper. Eigene Tore basieren meist auf Einzelleistungen.

Und das sind nur die sportlichen Probleme. Der Machtkampf in der Führung brodelt seit Monaten. Jüngst gipfelten die Unruhen in zahlreichen Rücktritten. Bis zum 1. Dezember dürfte das Theater weitergehen. Dann wird der Aufsichtsrat neu gewählt.

Trotz allem bleibt Schommers optimistisch. "Ich bin auch sehr enttäuscht, aber es gibt Gründe. Die sehe ich und wir werden sie aufarbeiten und abstellen", kündigte der 40-Jährige an. Ähnliche Aussagen wiederholen sich seit fast sechs Wochen, als Schommers den Posten von Sascha Hildmann übernahm.

André Hainault: "Es gibt keine Entschuldigung"

Auch Würzburg zeigte eine schwache Leistung, dennoch reichte es für die drei Punkte in der Fremde. Albion Vrenezi nach einem umstrittenen Foulelfmeter (13. Minute), ein Eigentor von Christoph Hemlein (47.) und Luca Pfeiffer sorgten für die Kickers-Treffer. Philipp Hercher (28.) und Simon Skarlatidis (87.) trafen für Lautern. "Es gibt keine Entschuldigung. Wenn wir aus diesem Spiel nichts lernen, dann haben wir erst richtig verloren", warnte Abwehrspieler André Hainault.

REDAKTION
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