Enttäuschte Spieler des 1. FC Kaiserslautern (Foto: Imago, Jan Huebner)

Fußball | 3. Liga Enttäuschung beim 1. FC Kaiserslautern - Coach Hildmann unzufrieden

Das hatte man sich beim 1. FC Kaiserslautern anders vorgestellt. Nach dem 1:1-Heimremis gegen Unterhaching setzte es Pfiffe, die Euphorie hat gleich im ersten Saisonspiel einen Dämpfer erfahren.

Offensichtlich war beim Saisonauftakt der 3. Liga: Der 1. FC Kaiserslautern braucht noch Zeit. Die Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann muss sich erst noch finden.

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Hildmann kritisiert die eigene Mannschaft

"Ich hätte mir mehr Mut und Entschlossenheit gewünscht. Das war zu wenig", kritisierte Trainer Sascha Hildmann.

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Historische Minuskulisse auf dem Betzenberg

Die Kulisse von nur 20.147 Zuschauern spiegelte die Stimmungslage auf dem Betzenberg wieder. Nie kamen in den vergangenen 30 Jahren weniger Zuschauer zum ersten Heimspiel einer Saison. Mit enttäuschten Gesichter und vereinzelten Pfiffen verabschiedeten die leidgeprüften Fans ihre Elf nach dem Spiel.

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Sendedatum
Sendezeit
21:45 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

In der Defensive fehlt die Abstimmung

Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft beim viermaligen deutschen Meister wieder einmal eine große Lücke. Dabei hatte es zunächst noch gut ausgesehen: Eine schöne Kombination schloss Florian Pick zur 1:0-Führung der Lauterer ab (19. Minute). Doch die guten Ansätze im Offensivspiel nutzte die Hildmann-Elf nicht, um die Führung auszubauen. Im Defensivverbund wurde hingegen deutlich, dass die Kommunikation und Raumaufteilung noch stark verbesserungswürdig sind. Eine Fehlerkette, an deren Ende der Profi-Debütant Jonas Scholz stand, führte zum Ausgleich. Die Einladung nahm Unterhachings Lucas Hufnagel dankend an (50.).

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FCK enttäuscht vor den Augen von Flavio Becca

"Er hat davor gut verteidigt. Das Gegentor ist natürlich schade. Es stehen aber elf Leute auf dem Platz", sagte Hildmann über seinen 20-jährigen Innenverteidiger. In der Folge lief vor den Augen des neuen Geldgebers Flavio Becca nicht mehr viel zusammen. Erst in der Schlussphase versuchten beide Teams nochmal, die Partie an sich zu reißen - ohne jedoch für zwingende Torgefahr zu sorgen.

Die Verantwortlichen beim FCK hatten sich nach dem deutlich verfehlten Wiederaufstieg in der vergangenen Saison darum bemüht, die hohen Erwartungen des Umfelds herunterzuschrauben. Aus wirtschaftlichen Gründen "müsse der Verein nicht aufsteigen", erklärte Sportchef Martin Bader. Doch der Anhang des Traditionsvereins scheint sich damit nicht abfinden zu wollen. Alles andere als die Zweitliga-Rückkehr im zweiten Anlauf wäre eine herbe Enttäuschung.

Hemlein an die Fans: "Gebt uns Zeit"

Pfiffe nach einem Unentschieden am ersten Spieltag gehören schließlich auch in Kaiserslautern nicht zur Tagesordnung. "Wir wissen damit umzugehen", meinte der neue Kapitän Christoph Hemlein und warb um Verständnis: "Es ist doch völlig normal, dass am ersten Spieltag noch nicht alles klappt. Gebt uns etwas Zeit!"

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