Der 1. FC Kaiserslautern ist im Abstiegskampf angekommen (Foto: dpa Bildfunk, Picture Alliance)

Fußball | 3. Liga Der 1. FC Kaiserslautern ist im Abstiegskampf angekommen

Nur ein Sieg aus den vergangenen acht Partien: Die aktuelle Talfahrt des 1. FC Kaiserslautern ist besorgniserregend. Auch der Effekt des Trainerwechsels ist bereits verpufft. Vorerst heißt die Realität Abstiegskampf.

Die Talfahrt des 1. FC Kaiserslautern nimmt auch unter dem neuen Trainer Boris Schommers kein Ende. Stattdessen ist der Drittligist nach nur zehn Punkten aus zehn Spielen im Abstiegskampf gelandet. Auf Rang 17. Beim TSV 1860 München mussten sich die Pfälzer mit 1:3 (0:1) geschlagen geben

Schommers: "Haben uns selbst geschlagen"

Mit nur einem Zähler aus den zwei Partien unter Schommers Regie ist der Effekt des Trainerwechsels bereits verpufft. "Wir haben uns heute selbst geschlagen. Wir haben drei Eigentore erzielt", bemängelte Schommers und betonte, er fahre "mit sehr vielen Erkenntnissen nach Hause".

FCK-Defensive erwischt einen gebrauchten Tag

Obwohl der Nachfolger von Sascha Hildmann ein stabiles Defensivverhalten in den Fokus rückte, zeigen sich die Schwächen gerade dort erneut in aller Deutlichkeit.  Zwei Eigentore, zunächst von Dominik Schad (7. Minute) und später von José-Junior Matuwila (48.), brachten die Münchner vor 15.000 Zuschauern in Führung. Beim dritten Treffer der Gastgeber durch Timo Gebhart (52.) patzte dann FCK-Keeper Lennart Grill entscheidend. Doch auch in dieser Situation kam dem Innenverteidigerduo aus Kevin Kraus und Matuwila nur eine Statistenrolle zu - für beide ein gebrauchter Tag. Da half auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Carlo Sickinger nicht (51.).

Matuwila: "Unerklärliche Fehler"

"Es ist alles passiert, was passieren kann. Die Fehler, die uns heute passiert sind, sind unerklärlich", sagte ein ratloser Matuwila. Seit vier Spielen warten die Roten Teufel nun auf einen Sieg - und die Tendenz zeigt weiter nach unten. Nur eine der letzten acht Partien wurde gewonnen. Der angepeilte Aufstieg kann realistisch betrachtet schon fast abgeschrieben werden. 22 Gegentreffer in zehn Spielen, der zweitschwächste Wert im Ligavergleich, verdeutlichen das Ausmaß der Probleme.

Auch Florian Pick sprach den Ernst der Lage mit Blick auf die Tabelle an: "Bei uns heißt es jetzt nicht mehr: Wir schauen mal, wo es hingeht. Es ist jetzt Abstiegskampf."

Am kommenden Samstag kommt es zum Kellerduell gegen den noch sieglosen Tabellenletzten Carl Zeiss Jena. Sollte auch dort die sportliche Trendwende ausbleiben, droht die aufgeheizte Stimmung im Umfeld zu kippen.

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