Zu klatschen gab's wenig: Lauterns Kevin Kraus bedient in Duisburg. (Foto: Imago, imago images / MaBoSport)

Fußball | 3. Liga Lauterns Auswärts-Gegentorflut hält in Duisburg an

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Zurück im Abstiegskampf: Auf den ersten Sieg von Boris Schommers als FCK-Coach folgte prompt eine 1:3-Auswärtspleite beim MSV Duisburg. Erneut offenbarte Kaiserslautern defensiv große Schwächen.

In seinem vierten Spiel als Trainer des 1. FC Kaiserslautern rotierte Trainer Boris Schommers drei Mal: Im Vergleich zum 3:1-Sieg gegen Jena brachte der 40-Jährige Gino Fechner, Carlo Sickinger und Antonio Jonjic für Janik Bachmann (gelb-gesperrt), José-Junior Matuwila (nicht im Kader) und Simon Skarlatidis (Bank) im 4-1-4-1.

Kühlwetter vergibt, Daschner köpft ein

Die erste Offensivgelegenheit im Traditionsduell konnten die Roten Teufel für sich verbuchen: Doch nach 8 Minuten war Stürmer Christian Kühlwetter nach einer Flanke im Zentrum zu überrascht und traf den Ball nicht richtig.

Besser machte es drei Minuten später Lukas Daschner auf der Gegenseite: Nach Flanke von der rechten Seite von Mickels, der vom FCK nicht angegangen wurde, profitierte Daschner von einem Stellungsfehler von Kevin Kraus. Der Innenverteidiger tauchte unter dem Ball durch - der gebürtige Duisburger Daschner kopfte wuchtig zum 1:0 für die Zebras ein.

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Kühlwetter vergibt, Stoppelkamp schießt ein

Kaiserslautern, das alleine in den vergangenen vier Spielen 15 Auswärtsgegentore kassierte, versuchte es vorne weiter, blieb aber glücklos - insbesondere in Person von Christian Kühlwetter. Nach scharfer Jonjic-Flanke kam Lauterns bester Torschütze der vergangenen Saison nicht mehr richtig hinter den Ball und nickte diesen über den Kasten.

Die Quittung für die mangelnde Chancenverwertung bekam Kaiserslautern erneut nach 24 Minuten: Daschner arbeitete sich über die rechte Seite durch die luftige Lauterer Defensive und legte zu Moritz Stoppelkamp ab, der aus 18 Metern direkt abzog und den Ball perfekt zum 2:0 ins rechte untere Eck schlenzte. Die Roten Teufel waren bei Stoppelkamps 10. Saisontreffer nur staunende Zuschauer.

FCK kassiert 18. Auswärtsgegentor in den letzten sechs Spielen

Die tragischer Figur offensiv bei Kaiserslautern bliebt Christian Kühlwetter. Kurz vor der Pause haute er einen Volley übers statt ins Tor, nach einer Ecke köpfte er zudem am Tor vorbei.

Vor 14100 Fans in Duisburg zeigte sich der FCK auch nach der Pause hinten katastrophal: Fechner, wie schon gegen Jena erneut Innenverteidiger, ließ sich nach 52 Minuten von Leroj-Jacques Mickels tunneln, der danach cool an Lennart Grill vorbei zum 3:0 einschoss. Gegentor Nummer 18 in den letzten sechs Spielen. Für Duisburg-Trainer Torsten Lieberknecht, einst FCK-Spieler, ein Abend zum genießen, für Boris Schommers zum vergessen.

Joker Thiele erzielt das 1:3 - zu spät

Duisburg hätte weiter erhöhen können, doch immerhin gaben sich die Gäste nicht komplett auf. Nach langem Ball von Starke nutzte der eingewechselte Timmy Thiele einen Abwehr-Patzer der Duisburger und verwandelte aus spitzem Winkel mit Hilfe des rechten Innenpfostens zum 1:3. Das Tor aber kam zu spät, auch wenn es nach 88 Minuten nach einem vermeintlichen Foul an Schad im Duisburg-Strafraum noch Elfmeter hätte geben können.

"Schwarze Serie" hält an

Die Pfälzer kassierten letztlich verdient die 5. Niederlage im 12. Saisonspiel. Damit kann der viermalige Deutsche Meister in der 3. Liga weiterhin nicht zwei Spiele in Folge gewinnen und steckt stattdessen wieder mitten im Abstiegskampf. Die mitgereisten FCK-Fans auf der Tribüne waren sichtlich geschockt über den erneuten Rückschlag.

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