Michael Littig (Foto: Imago, Imago Images Zink)

Fußball | 3. Liga Ex-Aufsichtsrat Littig kritisiert FCK-Spitze scharf

Der ehemalige Aufsichtsratvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern hat die aktuelle Führung der Roten Teufel in einem Statement scharf kritisiert. Die Vorgänge am Betzenberg seien "unfassbar, wenn nicht gar skandalös", schreibt Littig.

Littig war im Mai nicht freiwillig zurückgetreten, er war zum Rücktritt gezwungen worden. In einem "Letter of intend" verlangte der potenzielle Investor Flavio Becca ultimativ den Rücktritt von Littig, sonst hätte er seinen Einstieg beim FCK nicht zugesagt.

Diese Rücktrittsforderung war nach SWR Informationen auch von Aufsichtsrat Patrick Banf und den beiden Geschäftsführern Klatt und Bader unterschrieben. Nun findet Littig emotionale Worte, die er unter anderem auf Facebook veröffentlichte.

So kritisiert Michael Littig die Situation beim FCK

Hängepartie um Beccas Einstieg

Besonders zwei Dinge stoßen ihm sauer auf: Dass es noch keine vertragliche Einigung des Klubs mit dem potenziellen Investor Flavio Becca gibt und die Hinauszögerung des Termins zur außerordentlichen Mitgliederversammlung, auf der ein neuer Aufsichtsrat gewählt werden muss.

Littig missfällt das Verhalten des potenziellen Investors Becca. "Unerträglich ist, dass der Investor glaubt und öffentlich den Eindruck erzeugt, dass er sich vor einem verbindlichen finanziellen Engagement mit der Einbringung von Eigenkapital noch immer drücken kann" schreibt Littig.

Möglicherweise ginge es darum, die Anteile am FCK günstiger zu bekommen. "Ist es denkbar, dass in wenigen Monaten eine Neubewertung angestrebt wird und man glaubt, die Anteile deutlich günstiger/erheblich günstiger erwerben zu können?", fragt Littig.

Verschiebung der Mitgliederversammlung ein Streitpunkt

Die Verschiebung der außerordentlichen Mitgliederversammlung erzürnt Littig ebenfalls. Der FCK habe nach den Rücktritten der letzten Wochen in seinen Augen keinen handlungsfähigen Aufsichtsrat.

Eine Verlegung der Veranstaltung noch aus dem November heraus würde als "Manipulation verstanden werden und weitere Diskussionen aufwerfen.

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