Michail Ponomarew (Foto: Imago, imago)

3. Liga | 1. FC Kaiserslautern Will der russische Investor Ponomarew beim FCK einsteigen?

Mindestens 12 Millionen Euro fehlen dem 1. FC Kaiserslautern, um sich eine Lizenz für die kommende Drittliga-Saison zu sichern. Jetzt soll ein russischer Investor den FCK retten.

Es handelt sich um den Geschäftsmann Michail Ponomarew - er ist schon länger im deutschen Profisport aktiv und derzeit Präsident und Investor beim Drittliga-Konkurrenten des FCK, dem KFC Uerdingen. Außerdem ist er auch Gesellschafter beim Eishockey-Erstligisten Krefeld Pinguine. Nach SWR-Informationen hat das Aufsichtsratsmitglied Michael Littig die Verhandlungen mit Ponomarew geführt - beim FCK liegt zudem bereis eine schriftliche Absichtserklärung des Russen vor. Angeblich ist Ponomarew bereit, bis zu 30 Millionen Euro in den 1. FC Kaiserslautern zu investieren.

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Was würde der Einstieg von Ponomarew beim 1. FC Kaiserslautern für den Verein bedeuten ?

Michail Ponomarew kann nur bis zu einem gewissen Grad beim 1. FC Kaiserslautern einsteigen. Die Richtlinien des DFB verbieten es, dass ein Groß-Investor ein größeres Mitspracherecht bei zwei Profivereinen hat. Für den FCK konkret würde das zunächst aber die finanzielle Entlastung und in der Konsequenz dann auch die Lizenz für die Dritte Liga bedeuten. Was ein Einstieg Ponomarews darüber hinaus heißen würde, ist schwer zusagen. In Krefeld entscheidet er alles, er ist dort Vereinspräsident und entscheidet sogar über Transfers. Spannend ist natürlich die Frage, welchen Einfluss Ponomarew dann beim FCK ausüben will. Letztendlich müssen das alles die beiden Geschäftsführer des FCK, Michael Klatt und Martin Bader aushandeln und dann dem Beirat der ausgeliederten Kapitalgesellschaft des FCK zur Genehmigung vorlegen.

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Gibt es denn schon Stellungenahmen des 1. FC Kaiserslautern, und wie geht das Ganze jetzt weiter ?

Nach SWR-Informationen sind, trotz der schriftlichen Absichtserklärung von Ponomarew, die beiden Geschäftsführer Klatt und Bader nach Aussage eines Aufsichtsrates noch nicht beim Beirat vorstellig geworden. Das bedeutet, dass konkret noch keine Investorenentscheidung in den offiziellen Gremien ansteht. Aber: Nach SWR-Informationen ist es im Aufsichtsrat des FCK über den geplanten Einstiegs Ponomarews zu einem heftigen Streit gekommen. Die drei Mitglieder Littig, Wüst und Kind planen nach SWR-Informationen, bei der kommenden Aufsichsratssitzung am Montag dem Aufsichtsratsvorsitzenden Patrik Banf das Vertrauen zu entziehen. Weder Patrik Banf noch Michael Littig wollten dazu etwas gegenüber SWR Sport sagen. Banf sagte nur soviel, dass er natürlich jedes seriöse Angebot prüfen müsse, dass er sich aber exakt an jene Vorgaben halten werde, die die Mitglieder des FCK bei der Ausgliederung der Profiabteilung des Vereines beschlossen haben.

Ponomarew selbst bezeichnete die Verhandlungen in der "Rheinischen Post" als "Gerücht".

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