FCK-Keeper Lennart Grill hat erst gepatzt und die Roten Teufel dann ins Achtelfinale des DFB-Pokals geführt (Foto: Imago, imago images/HMB-Media)

Fußball | DFB-Pokal DFB-Pokal: FCK-Keeper Lennart Grill: "Jetzt kann ich darüber lachen"

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Lennart Grill ist innerhalb von 30 Minuten vom Buhmann zum Helden geworden. Erst der Patzer, dann der parierte Elfmeter - nun steht er mit dem 1. FC Kaiserslautern im Achtelfinale des DFB-Pokals und kann schon wieder lachen.

Dieses Spiel wird FCK-Torwart Lennart Grill so schnell nicht vergessen. Sein Total-Blackout kurz vor Schluss ermöglichte dem 1. FC Nürnberg das unverhoffte Comeback. Michael Frey schob zum späten 2:2 ein. "Jetzt kann ich darüber lachen", sagte der 20-Jährige. "Auf dem Feld habe ich mir nur gedacht, dass ich das Spiel so nicht beenden kann."

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Grill rettet Kaiserslautern bis ins Achtelfinale

Grill hat Wort gehalten. Schon in der Verlängerung rettete er den 1. FC Kaiserslautern mit mehreren guten Paraden ins Elfmeterschießen. Und dort wurde er dann endgültig vom Buhmann zum Helden. Der 20-Jährige parierte den Elfmeter von Tim Handwerker und brachte die Roten Teufel damit ins Achtelfinale des DFB-Pokals. "Das war mit das Extremste, was ich in meiner noch jungen Karriere mitgemacht habe. Da haste mal gesehen, wie schnell du in einer halben Stunde vom Buhmann zum Helden werden kannst", sagte Grill im Interview mit SWR Sport.

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FCK-Antreiber Manfred Starke zieht aus Lennarts Grills unfreiwilliger Heldenreise vor allem einen Schluss: "Ich denke, wir haben gezeigt, dass wir ein Team sind." Denn daran hatte es nach den schwachen Auftritten beim 1:3 gegen den MSV Duisburg und vor allem beim 1:3 in Chemnitz bereits leise Zweifel gegeben. Doch gleich nach dem Patzer stürmten Kevin Kraus und Christian Kühlwetter auf ihren Torwart zu, um ihn aufzumuntern. Auch Lucas Röser sprang seinem Keeper zu Seite: "Fußball ist ein Mannschaftssport. Jeder macht Fehler und im Endeffekt hat er es wieder ausgebügelt und uns den Sieg geholt. Von daher: alles top."

Doch Starke dachte bereits an Würzburg: "Das können wir nur bis morgen früh genießen. Danach müssen wir uns wieder auf den Liga-Alltag konzentrieren, denn das ist momentan wichtiger." Denn im Abstiegskampf gegen den Konkurrenten aus Bayern wird sich zeigen, ob der Pokal-Push, der nach dem Erstrunden-Sieg gegen Mainz 05 so schnell verpuffte, diesmal in der 3. Liga anhält.

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