FCK-Torhüter Lennart Grill parierte den entscheidenden Elfer im Elfmeterschießen im DFB-Pokal gegen den 1. FC Nürnberg (Foto: Imago, imago images/Eibner)

Fußball | DFB-Pokal Erst Buhmann, dann Held: Lennart Grill bringt den FCK ins Achtelfinale

Mehr geht nicht: Erst beschert Lennart Grills kurioser Torwart-Fehler dem 1. FC Kaiserslautern die Verlängerung, dann wird er im Elfmeterschießen gegen den 1. FC Nürnberg zum Helden.

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Fast wäre zuvor Lennart Grill im DFB-Pokal des 1. FC Kaiserslautern gegen den 1. FC Nürnberg zur tragischen Figur geworden: Der U21-Nationalkeeper übersah in der 89. Minute den hinter ihm lauernden Michael Frey, der ihm den Ball vom Fuß nahm und zum 2:2 ins leere Tor schob. Verlängerung statt Jubel. Doch im anschließenden Elfmeterschießen wurde der 20-Jährige doch noch zum Helden: Er parierte im abschließenden Elfmeterschießen den entscheidenden Versuch von Tim Handwerker und brachte seine Roten Teufel damit ins Achtelfinale.

"Das war mit das Extremste, was ich in meiner noch jungen Karriere mitgemacht habe. Da haste mal gesehen, wie schnell du in einer halben Stunde vom Buhmann zum Helden werden kannst", sagte Grill im Interview mit SWR Sport. "Einfach ein geiles Gefühl." FCK-Trainer Boris Schommers sprach von einem "denkwürdigen Abend". Mehr passe in einen Pokal-Fight nicht hinein.

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Ein Feldspieler musste Nürnbergs Tor im Elfmeterschießen hüten

Als wäre Grills Heldenreise nicht kurios genug: Im Elfmeterschießen musste Nürnbergs Feldspieler Enrico Valentini ins Tor, weil Keeper Patric Klandt in der Schlussphase der Verlängerung eine Verletzung erlitt - und der FCN nicht mehr wechseln durfte. Der FCK, der in der Liga auf einem Abstiegsplatz steht, erreichte somit erstmals seit 2014 wieder die Runde der besten 16. Und er kann sich über 702.000 Euro freuen, die der Deutschen Fußball-Bund (DFB) für den Einzug ins Achtelfinale auslobt. "Mehr als das heute geht einfach nicht", sagte Timmy Thiele angesichts der zahlreichen Kuriositäten.

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Bereits vor dem Elfmeterschießen hatte FCK-Stürmer Thiele zwei Strafstöße (8., 73.) verwandelt und die Roten Teufel zweimal in Führung geschossen. Lukas Jäger (15.) und Michael Frey (90.) glichen jeweils aus. Die Verlängerung verlief weitgehend ereignislos. Im Elfmeterschießen wurde Grill dann doch noch zum Matchwinner.

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