Drei Torhüter kämpfen um den Platz im Tor des 1. FC Kaiserslautern (Foto: SWR)

3. Liga | 1. FC Kaiserslautern Dreikampf um die Nummer eins im FCK-Tor

Wer wird oder bleibt die Nummer eins beim 1. FC Kaiserslautern? Cheftrainer Sascha Hildmann lässt die Torhüter-Frage bis zum ersten Pflichtspiel offen. Alle drei Keeper machen sich Hoffnungen.

Wolfgang Hesl, Jan-Ole Sievers oder sogar Lennart Grill? Wer steht ab dem 26. Januar zwischen den FCK-Pfosten? Im Trainingslager von Malaga hat Trainer Sascha Hildmann einen Dreikampf aufgerufen. "Hesl hat gute Spiele gemacht, Sievers ist wieder fit, Grill ist sehr talentiert“, so die Ansage von Lauterns Trainers in der Zeitung "Rheinpfalz". Ergo, ein Austausch ist nicht ausgeschlossen.

Keine Hierarchie im Tor

Sievers wurde von Ex-Coach Michael Frontzeck im vergangenen Sommer zur Nummer eins ernannt. Der 19-jährige Grill als zweiter Keeper mit Perspektive. Routinier Hesl vervollständigte das Trio als erfahrene Nummer drei.

Nach dem siebten Spieltag war die Rangfolge jedoch schon wieder Geschichte. Sievers fiel aufgrund einer Sehnenverletzung wochenlang aus. Doch statt Grill, der zu diesem Zeitpunkt ebenfalls nicht hundertprozentig fit war, stand der erfahrene Hesl im FCK-Tor - und das bis zum Ende des Jahres. Der wiedergenesene Sievers hatte vorerst das Nachsehen. Durfte noch zweimal beim Oberliga-Team ran.

Kampfansage und innere Gelassenheit

Kampflos will sich der 23-jährige natürlich nicht geschlagen geben. Er will zurück ins Tor. "Der Konkurrenzkampf ist auf jeden Fall voll entbrannt. Klar will ich die Nummer eins sein", gibt sich Sievers kämpferisch. Der in der Hinrunde nicht immer fehlerfreie Karlsruher will unbedingt beweisen, dass er zurecht die eins auf dem Trikot trägt.

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Angesprochen auf den Konkurrenzkampf im "Teufels-Kasten" gibt sich Wolfgang Hesl zumindest äußerlich entspannt. "Ich genieße es einfach auf dem Platz zu stehen. Ich habe 13 Spiele in der Saison bisher gemacht. Das waren 13 mehr als angedacht." Auch der Würzburger war nicht frei von kleineren Unsicherheiten, aber mit seinen Paraden beim Sieg gegen Meppen hielt er die drei Punkte fest. Dazu genießt der Interimskapitän innerhalb der Mannschaft ein hohes Ansehen.

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Nachwuchsmann Roman Grill sieht den Dreikampf ziemlich pragmatisch, sich selbst aber keinesfalls in der Außenseiterrolle, sondern in der klaren Angriffsposition. "Ich sehe mich gut entwickelt und nah dran. Für mich gilt es jetzt in der Vorbereitung zu zeigen, ich will, ich kann. Dann muss der Trainer entscheiden."

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Der 1,91 Meter große Idar-Obersteiner gilt als großes Talent. Sascha Hildmann kennt ihn aus gemeinsamen Zeiten beim SC.

Teamgedanke trotz Konkurrenzkampf

Alle drei Profis kämpfen um das gleiche Ziel. Trotzdem gehen die Torhüter fair und kollegial miteinander um. "Wir sind ein super Torwartteam. Wir coachen uns gegenseitig, wenn einer beim anderen einen Fehler sieht. Wir pushen uns und das funktioniert sehr gut", bestätigt Hesl.

Das "teaminterne Fairplay" der Konkurrenten erfreut auch Trainer Hildmann. Er will sich besonders im Trainingslager ein Bild vom Kader machen. Ihn kennenlernen und analysieren. Speziell die Torhüter. Spätestens am 26. Januar beim Auftakt gegen seinen Ex-Klub Großaspach wird dann klar sein, wer den Dreikampf für sich entscheiden kann.

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