Janek Sternberg will mit dem 1. FC Kaiserslautern zurück in die 2. Bundesliga (Foto: Imago, ULMER/Markus Ulmer)

3. Liga | 1. FC Kaiserslautern "FCK muss oben mitspielen"

Janek Sternberg hat für den Siegtreffer im ersten Drittligaspiel des FCK gesorgt. Das 1:0 über 1860 München war der perfekte Start für die Mission: Rückkehr in die 2. Bundesliga.

Traumdebüt in der dritten Liga

Für Janek Sternberg hätte das Pflichtspiel-Debüt für den 1. FC Kaiserslautern kaum besser laufen können. Das Tor vor über 41.000 Zuschauern – Gänsehaut-Feeling pur. "Für mich war es ein unglaubliches Gefühl, vor dieser Kulisse das erste Tor für den FCK in der dritten Liga zu schießen", beschrieb Sternberg seine Emotionen nach dem Spiel. Dabei hat es immerhin bis zur 86. Minute gedauert, ehe der erlösende Treffer gelang. Und ein torloses Unentschieden wäre doch eine kleine Enttäuschung gewesen, denn der Druck auf die Mannschaft ist groß. Auch Sternberg spürt die hohe Erwartungshaltung: "Ich bin erleichtert, dass der Auftakt so erfolgreich war. Wir sind den hohen Ansprüchen gerecht geworden."

Bundesligaerfahrung in Bremen

Janek Sternberg ist von Ferencváros TC aus Budapest nach Kaiserslautern gekommen. In Ungarn hat er in der vergangenen Saison kaum Einsätze bekommen. Die Karriere ist dort unter dem deutschen Trainer Thomas Doll ins Stocken geraten. Der 25-Jährige, der in Bad Segeberg geboren wurde, spielte in der Jugend beim Hamburger SV und schaffte es dort im September 2011 im Nord-Derby gegen Werder Bremen erstmals in den Profikader. Allerdings kam er nicht zum Einsatz.

Danach lockte ihn Viktor Skripnik zu Werder Bremen in die U23-Mannschaft, wo er zu einer festen Größe wurde. Mit der Beförderung von Skripnik zum Cheftrainer von Werder öffnete sich auch für Sternberg die Tür zur Bundesliga. Am 29. November 2014 beim 4:0 über den SC Paderborn bekam er seinen ersten Einsatz. Insgesamt spielte er 25 Mal für Bremen in der Bundesliga. Doch mit dem Abgang von Skripnik folgte unter dem neuen Trainer Alexander Nouri im Januar 2017 die Versetzung in die zweite Mannschaft und schließlich der Wechsel nach Budapest.

FCK kein Drittligist

Nun ist Sternberg froh, wieder in Deutschland zu spielen. Beim FCK scheint er genau richtig zu sein. Das Niveau in Ungarn beschreibt er so: "Einige Klubs hatten Zweitliga-Niveau, andere eher Drittliga-Niveau." Also genau die Spielklassen zwischen denen sich der FCK aktuell bewegt. Allerdings sieht Sternberg den FCK nicht als Drittligisten: "Das ist ein Traditionsverein mit einem WM-Stadion und einem erstklassigen Publikum", sagt der Neuzugang nicht ohne Stolz. Aber damit ist auch klar, dass der FCK in dieser Saison gemäß den eigenen Ansprüchen nur auf den oberen Tabellenplätzen stehen darf.

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