Jan Löhmannsröben (Foto: Imago, imago/Eibner)

3. Liga | 1. FC Kaiserslautern "Cornflakes-Affäre": Geldstrafe für Löhmannsröben

Kaiserslauterns Jan Löhmannsröben hat für seine Kritik an Schiedsrichter Markus Wollenweber nach dem Spiel gegen Zwickau eine Geldstrafe in Höhe von 1.200 Euro bekommen. Das bestätigte der Verein gegenüber dem SWR.

Spätestens seit seinen Interviews nach dem Spiel gegen Zwickau wissen sie in der Pfalz: Der Neuzugang aus Jena trägt sein Herz auf der Zunge und Ungerechtigkeit hasst er. Der Schiedsrichter wird dann mal als "Eiermaler" bezeichnet und statt Spiele zu leiten, solle der doch "lieber Cornflakes zählen". Jan Löhmannsröben, Sohn einer Pfarrerin, waren Sanftmut und Nächstenliebe in diesem Moment völlig egal. "Ich hoffe, der kann 'ne Woche nicht pennen. Er soll erstmal Kreisliga pfeifen und mal die Augen aufmachen", waren die deftigen Worte, die der 27-jährige noch hinterherschickte.

Für diese Aussage bekommt er nun eine Geldstrafe von 1.200 Euro. Der Betrag werde aus der Mannschaftskasse beglichen. Das bestätigte FCK-Trainer Michael Frontzeck am Donnerstag auf der Pressekonferenz.

Dauer

Kontrollausschuss ermittelte

Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes hatte wegen der Wutrede ermittelt. Löhmannsröben sollte Stellung beziehen – ein Leichtes für ihn.

"Dass ich dann im Interview direkt nach dem Spiel vielleicht ein wenig emotionaler bin, sorry. Der Fußball lebt doch von Emotionen", sagte der 27-Jährige in einer Vereinsmitteilung der Pfälzer. "Vielleicht war meine Wortwahl nicht optimal, aber ich wollte zu keinem Zeitpunkt irgendjemanden beleidigen oder persönlich angreifen", fügte er hinzu.

Fans feierten Löhmannsröben

Viele Fußball-Fans feierten Löhmannsröben für seine Aussagen und schickten aus Protest hunderte Cornflakes-Packungen an die DFB-Zentrale.

Auch im Internet ging Löhmannsröbens Spruch durch die Decke. Einer der Initiatoren der Aktion, Peter Hammerschmidt aus Ramstein, sieht die Aktion als bundesweiten Protest. "Es ist ja kein Geheimnis, dass der DFB schon seit Jahren versucht, das Verhalten von Spielern und Fans zu reglementieren, auf dem Platz und neben dem Platz." Spannend findet er, dass sich auch Fans von Rivalen wie dem Karlsruher SC oder Waldhof Mannheim mit den FCK-Fans im Rahmen der Aktion solidarisieren.

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