Flavio Becca und Michael Klatt (Foto: Imago, imago/Werner Schmitt)

3. Liga | 1. FC Kaiserslautern FCK-Finanzchef Klatt: Becca-Angebot war konkreter

Durchatmen beim 1. FC Kaiserslautern: Die Zusammenarbeit mit Investor Flavio Becca ist beschlossene Sache, die Drittliga-Lizenz so gut wie gesichert. Nun habe man endlich Planungssicherheit, so Finanzchef Klatt.

Die Entscheidung für eine Zusammenarbeit mit dem Luxemburger fiel am Donnerstagabend. Nun sei die Vereinbarung "gerade in der Schreibstube und gleich in seinem E-Mail-Postfach", sagte FCK-Finanzvorstand Michael Klatt im SWR-Interview. Die Verträge mit den Kreditgebern Quattrex und Lagardère seien bereits unterzeichnet.

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Warum sich der Klub letztlich gegen das Angebot einer lokalen Investorengruppe entschied, erklärt Klatt mit der drängenden Zeit: Während man mit Becca bereits seit Monaten verhandelt habe, sei das Angebot der lokalen Investoren zwar gut, aber noch nicht weit genug gewesen. Es habe sich bislang nur um ein Eckpunktepapier gehandelt. Bei Becca sei der "Härtegrad wesentlich höher gewesen".

Beccas Angebot konkreter

Der Einstieg des Luxemburgers gebe dem Verein jetzt ausreichende Sicherheiten, um die Planungen für die nächste Saison und den langfristigen Umbau des 1. FC Kaisereslautern vorantreiben zu können. Man habe sich mit Becca auf eine langfristige Zusammenarbeit verständigt und sei sich einig, dass zum Erreichen der sportlichen Ziele weiterer Kapitalbedarf notwendig sei, hieß es in einer Mitteilung des FCK.

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"Ich bin froh, dass wir eine Entscheidung getroffen haben, denn wir stehen unter enormem Zeitdruck - der DFB kennt da keine Gnade", so Finanzchef Klatt. Die Lizenz betreffend sei der Klub auf einem guten Weg - noch fehle aber das Okay vom DFB. In der Klubmitteilung hieß es aber, man habe in einem ersten Schritt den Erhalt der Zulassung für die Spielzeit 2019/20 sichergestellt.

Becca: "Will FCK zurück in die erste Liga führen"

Becca zitiert der Klub mit den Worten, sein Ziel sei es nicht, ausschließlich den Feuerwehrmann zu spielen. Er wolle den Verein langfristig mit dem Ziel begleiten, in die erste Liga zurückzukehren: "Gemeinsam mit Patrick Banf, Michael Klatt und Martin Bader haben wir ein schlüssiges Konzept entwickelt, das sowohl im sportlichen als auch im betriebswirtschaftlichen Bereich den FCK zurück in die Erfolgsspur führen kann", so Becca.

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Er habe in der jüngsten Vergangenheit mit den Fans erleben müssen, dass persönliche Eitelkeiten und Grabenkämpfe die Zukunft des Vereins sehr stark gefährdet hätten. Nun seien Ruhe und Geschlossenheit als unabdingbare Voraussetzungen für den sportlichen Erfolg nötig. "Ich freue mich auf die Arbeit und darauf, gemeinsam mit den überragenden Fans im Rücken unsere Ziele zu erreichen.“

Banf: Becca passt zum FCK

"Wir sind überzeugt, dass seine Kombination aus wirtschaftlicher Kraft und Kompetenz im Profisport perfekt zu unserem FCK passen“, wird der FCK-Beiratsvorsitzender Patrick Banf in der Mitteilung zitiert. Nun soll beim FCK endlich Ruhe einkehren - und darum sei es auch Michael Littig mit seinem Rücktritt vom Posten des Aufsichtsratsvorsitzenden des Vereins gegangen, sagte Finanzchef Klatt.

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