Der 1. FC Kaiserslautern will mit Hilfe einer zweiten Fan-Anleihe neues Geld einwerben (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Uwe Anspach)

3. Liga | 1. FC Kaiserslautern "Crowdlending" und Fan-Anleihe - so will sich der FCK die Lizenz erkämpfen

Der 1. FC Kaiserslautern kämpft um die Lizenz für die kommende Saison. Am Mittwoch präsentiert der FCK zwei Finanzierungsmodelle für potenzielle Geldgeber.

"Crowdlending" und Fan-Anleihe - auf diesen beiden Wegen will sich der 1. FC Kaiserslautern die Lizenz für die kommende Saison erkämpfen. Die beiden Finanzierungsmodelle will der FCK am Mittwoch präsentieren. Mit dem neuen Wertpapier soll die im Sommer fällige Fan-Anleihe aus dem Jahr 2013 in Höhe von 6,7 Millionen Euro abgelöst werden.

Das Volumen der neuen Anleihe liegt bei etwa sieben Millionen Euro und ist bei einer Laufzeit von drei Jahren mit fünf Prozent verzinst. Inhaber der ersten Anleihe können diese umtauschen. Über das Crowdlending-Modell (Kredite im Internet), mit ebenfalls einer Laufzeit von drei Jahren und mit fünf Prozent verzinst, sollen weitere Mittel generiert werden.

FCK-Boss Klatt appelliert ans Fan-Herz

"Wir bauen den FCK um, damit er finanziell auf einer soliden Basis steht. Dafür benötigen wir Zeit - und Zeit borgt man sich am besten bei der Familie. Schenkt dem FCK Euer Vertrauen, es wird Euch mit fünf Prozent Zinsen belohnt", wirbt der Vorstandsvorsitzende Michael Klatt in FCK-Publikationen.

Neben den Geldern für die Rückzahlung der alten Anleihe benötigen die Pfälzer rund fünf Millionen Euro für den Lizenzspieler-Etat in der kommenden Spielzeit. Ursprünglich sollten die fehlenden Mittel bei Investoren eingesammelt werden. Doch seit der Ausgliederung der Profiabteilung im September 2018, gibt es intern kontroverse Meinungen über den Einstieg potenzieller Geldgeber. Mit der Aufnahme weiteren Fremdkapitals erkauft sich der FCK Zeit bei der Suche nach dem passenden Investor - allerdings zu einem hohen Preis. Die Verbindlichkeiten des Traditionsvereins steigen bis zum Sommer auf über 20 Millionen Euro. Der Duisburger Wirtschaftswissenschaftler Daniel Weimar sieht Fan-Anleihen jedoch eher kritisch.

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