Wohin führt der Weg des 1. FC Kaiserslautern? (Foto: Imago, Ralph Peters)

3. Liga | 1. FC Kaiserslautern Showdown auf dem Betzenberg

Bei der Aufsichtsratssitzung des 1. FC Kaiserslautern am Montagabend geht es um die Zukunft einzelner Personen. Recherchen des SWR zeigen: Der FCK-Aufsichtsrat steht nicht nur vor der Zerreißprobe, sondern ist schon einen Schritt weiter.

Das Vertrauen der beiden Lager, die sich um und gegen den Vorsitzenden Patrick Banf gebildet haben, ist nicht mehr vorhanden. Hauptsponsor Harald Layenberger wirft Banf vor, interne Informationen an die Öffentlichkeit gegeben zu haben. Allein für diese Indiskretion müsse man Banf das Mandat entziehen. Bleibt Banf im Amt haben drei Aufsichtsratsmitglieder ihren Rücktritt als mögliche Option angekündigt.

Es geht um die Zukunft des Vereins

Layenberger wirft dem Vorsitzenden zudem vor, die Firma "Banf Werbung" stelle "Rechnungen an FCK-Sponsoren für Leistungen des FCKs". Das klingt nach Interessenskonflikt. Dabei müsste es beim FCK weniger um Personen und Pöstchen gehen, sondern um die Zukunft des Vereins. Bis Mitte März muss der Verein beim DFB die Lizenz für die 3. Liga beantragen – dafür brauchen die Pfälzer aber zwölf Millionen Euro.

Mehrere Parteien im Spiel

Die Stadt Kaiserslautern bestätigte dem SWR, dass es zwar Kontakt zu einem Investor aus Luxemburg gibt, diese Woche werde allerdings definitiv kein Gespräch stattfinden. "Die Kontaktaufnahme eines luxemburgischen Investors können wir bestätigen, nicht jedoch den Gesprächstermin in dieser Woche. Es besteht derzeit noch eine Ausschließlichkeitserklärung mit einem anderen Investor. Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu Gesprächen mit Investoren in diesem frühen Stadium grundsätzlich nicht näher äußern", sagte ein Sprecher der Stadt Kaiserslautern dem SWR.

Offenbar hat der Luxemburger Unternehmer Flavio Becca Interesse an einem umfangreichen Investitionspakekt, das ein Engagement beim Verein und beim Stadion einschließt.

Allerdings hat die Stadt Kaiserslautern, zuständig für das Fritz-Walter-Stadion, mit einer Schweizer Fondsgesellschaft eine Ausschließlichkeitsvereinbarung unterzeichnet und die gilt noch bis Ende Januar.

Ponomarev ist noch im Spiel

Auch der Russe Michail Ponomarew ist noch im Spiel - trotz eines Dementis gibt es Gespräche über ein finanzielles Engagement beim FCK. Beide Seiten haben dazu ein Papier unterschrieben.

Dauer

Kurz gesagt: Die Schweizer und der Luxemburger interessieren sich für den Verein und das Stadion. Der Russe will sich nur beim Verein engagieren. Und auch nur dann, wenn Banf weg ist.

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