Großer Jubel bei den Spielern des 1. FC Kaiserslautern (Foto: Imago, Eibner)

3. Liga | 1. FC Kaiserslautern FCK siegt endlich wieder - Ernüchterndes Zwischenfazit

Der FCK erkämpft sich in der 3. Liga nach fünf vergeblichen Anläufen wieder einen Sieg. Die Perspektive bei den Pfälzern ist dennoch nicht allzu rosig.

Im zweiten Spiel als Trainer des krisengebeutelten 1. FC Kaiserslautern ist Sascha Hildmann der erste Sieg gelungen. Einsatz und Leidenschaft, aber auch eine gehörige Portion Glück sicherten dem Drittligisten zum Hinrundenabschluss am Samstag den 1:0(1:0)-Erfolg beim SV Meppen.

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"Die Jungs sollen das aufsaugen"

"Wir sind glücklich, dass wir es geschafft haben. Die Jungs sollen das aufsaugen. Wir haben jetzt zweimal zu Null gespielt. Die Mannschaft hat sich belohnt heute", sagte Hildmann. Das Erfolgserlebnis wurde auch dringend benötigt: Der FCK war zuvor drei Spiele ohne eigenen Treffer geblieben, wartete zudem seit fünf Spielen auf einen Sieg.

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Riesiger Rückstand zu den Aufstiegsrängen

Das Fazit zur Saisonhälfte fällt auf dem Betzenberg trotz des Sieges ernüchternd aus. 25 Punkte aus 19 Spielen sind für den vor der Saison von vielen als Aufstiegsfavorit Nummer eins auserkorenen Traditionsverein zu wenig. Der Rückstand auf die direkten Aufstiegsplätze beträgt 13 Zähler. Zumindest die Abstiegszone konnte durch den Erfolg bis auf sechs Punkte distanziert werden.

Dennoch geht der Blick der Verantwortlichen nur nach oben. Bei einem weiteren Jahr in der Drittklassigkeit steht die Zukunft des Fritz-Walter-Klubs auf dem Spiel: Bis zum Sommer muss Lautern ein Finanzloch von rund zwölf Millionen Euro schließen.

In Meppen warf die Hildmann-Elf in der physisch hart geführten Partie alles in die Waagschale. Nach dem Führungstreffer von Hendrick Zuck (21. Minute) rückte die Pfälzer Defensive vor 9.114 Zuschauern immer mehr in den Mittelpunkt des Geschehens. Dank eines starken Torhüters Wolfgang Hesl und etwas Glück angesichts der fahrlässigen Chancenverwertung des SV Meppen landete der FCK den ersten Dreier seit Ende Oktober.

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"Wir haben uns vorgenommen, dass wir uns in alles reinschmeißen, was da auf unser Tor kommt. Das war ganz wichtig", sagte der erleichterte Kapitän Hesl. Einzig den Vorwurf, die Partie nicht früher entschieden zu haben, mussten sich die Roten Teufel gefallen lassen.

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