Fans des 1. FC Kaiserslautern (Foto: Imago, Jan Huebner)

1. FC Kaiserslautern | Kommentar Dann erlischt das Feuer in der Hölle Betzenberg

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Beim 1. FC Kaiserslautern herrscht große Unruhe: Sportlich ist die Situation in der 3. Liga unbefriedigend, wirtschaftlich kämpft der Klub um seine Existenz und abseits des Platzes werden immer wieder Interna publik. SWR-Sportredakteur Bernd Schmitt kommentiert.

"Nur zusammen!" Es ist noch nicht lange her, dass der 1. FC Kaiserslautern eine Marketingaktion unter diesem Motto ins Leben gerufen hat. Aktuell ist davon im Verein allerdings nicht viel zu spüren. Der Mannschaftsgeist, den auch eine Führungsetage braucht, ist in der Nerven aufreibenden Zeit um den Existenzkampf des FCK offenbar verloren gegangen.

Eigeninteresse und Profilierungssucht

Und offensichtlich ist dieser Mannschaftsgeist umgeschlagen in Eigeninteresse und Profilierungssucht. Es kann nicht sein, dass der eine Aufsichtsrat hinter dem Rücken des Anderen mit irgendwelchen Investoren verhandelt, es kann nicht sein, dass Leute plötzlich persönliche Eitelkeiten in den Vordergrund rücken, um sich später als der große Retter des Vereines präsentieren zu können.

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Sendedatum
Sendezeit
19:30 Uhr
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SWR Fernsehen RP

Ohnehin haben Aufsichtsräte eigentlich nicht zu verhandeln, sondern zu kontrollieren, und, wie der Name schon sagt, Aufsicht zu führen.

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Die FCK-Verantwortlichen sollten sich eines klar machen: es geht hier um das Wohl eines Traditionsvereines, an dem hunderttausende von Fans hängen. Für viele davon ist der FCK ein unverzichtbares Hobby, Lebensinhalt oder sogar Ersatzreligion. Mit diesen Emotionen zu spielen, und das nur aus persönlichem Gewinnstreben, ist hochgefährlich. Denn wenn es schiefgeht, dann ist das Feuer in der Hölle Betzenberg vielleicht plötzlich ganz erloschen. Für immer.

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