Sascha Hildmann, neuer Trainer des 1. FC Kaiserslautern (Foto: Imago, Eibner)

3. Liga | 1. FC Kaiserslautern Sascha Hildmann - Chance und Risiko zugleich

Der 1. FC Kaiserslautern hat einen neuen Trainer: Sascha Hildmann übernimmt ab sofort das Drittligateam. Der gebürtige Kaiserslauterer ist im Profifußball noch ein eher Unbekannter.

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Der erste Eindruck: Positiv. Sascha Hildmann machte einen offenen, freundlichen Eindruck. Selbstbewusst und konzentriert stellt sich der neue FCK-Coach der Presse. Eine Journalistin fragte direkt: "Warum tun Sie sich das an?" Hildmanns Antwort direkt und klar: "Es ist das Größte für mich, hier Trainer zu sein. Wieso tue ich mir das an? Es ist für mich eine Ehre, das zu tun. Ich sehe das als große Chance an und freue mich, Trainer dieser Mannschaft vom 1. FC Kaiserslautern zu sein. Das ist eine Ehre."

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Die Vertragslaufzeit von Hildmann ist lang. Bis 30. Juni 2020 läuft das Papier. Geschäftsführer Sport Martin Bader ist von der Verpflichtung vollends überzeugt: "Wir sind uns sicher, dass Sascha der Richtige ist, daher auch die lange Laufzeit. Wir schauen auf dieser Pressekonferenz nicht nach hinten, wir blicken nach vorne und sind überzeugt davon, dass wir mit Sascha erfolgreich sein werden und das er es hinbekommt, der Mannschaft wieder Selbstvertrauen zu geben."

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Der Spieler Sascha Hildmann

Sein Herz schlägt schon immer für den 1.FCK. Sascha Hildmann ist in Enkenbach-Alsenborn aufgewachsen und lebt immer noch dort. Er wechselte schon als 13-jähriger zum 1. FC Kaiserslautern. 1994 erhält er einen Profivertrag, schaffte jedoch nicht den Sprung in die Bundesliga.

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Bei den FCK-Amateuren war er Führungsspieler, zeitweise Kapitän. Von der Pfalz ging es nach Aachen in die 2.Liga. Anschließend spielte Hildmann noch für Pirmasens und Homburg. Seine Karriere ließ er in Rodenbach ausklingen. Als Spielertrainer wurde er mit dem SV Landesligameister.

Der Trainer Sascha Hildmann

Der 46-Jährige hat sich in den vergangenen Jahren aus dem Amateur- langsam in den Profi-Bereich hochgearbeitet. Die Trainer-Vita von Hildmann dort ist noch sehr überschaubar. Die erste Station war der SC Idar-Oberstein. Nach zwei Jahren übernahm er 2013 den damals ambitionierten SC Hauenstein in der Oberliga, machte bis 2015 mit Offensivfußball auf sich aufmerksam. Nach einer Saison beim SV Elversberg ging Hildmann in den Nachwuchsbereich und wurde U-16-Trainer bei Mainz 05. Im Sommer 2017 dann holte ihn Drittligist SG Sonnenhof Großaspach zurück in den Herrenbereich. Seine erste Station im Profifußball. - Anfang Oktober 2018 wurde er entlassen. Die Offensivschwäche seiner Mannschaft war eklatant. Nach zehn Spielen war für ihn Schluss. Nach dem blamablen Aus im Landespokal-Achtelfinale gegen den Sechstligisten Essingen.

Die Fans sehen das Engagement kritisch

Eigentlich ist es völlig egal, wen die FCK-Verantwortlichen als neuen Coach präsentiert hätten. Jeder wäre wohl als erste Reaktion unter dem Deckmantel der Anonymität der sozialen Netzwerke zuerst einmal verrissen worden.

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Bevor Hildmann überhaupt auf der Pressekonferenz sein erstes Wort gesprochen hatte, wurde er in diversen FCK-Fanforen und auch auf der Facebook Seite von SWR Sport schon massiv kritisiert. In einer Umfrage von SWR4 unter FCK Fans in der Kaiserslauterer Innenstadt heißt es beispielweise: "Okay, er hat eine Chance verdient. Er hat ja das FCK-Gen." Manche aber sehen es deutlich dramatischer. "Der größte Mist", sagte einer.

Sascha Hildmann ist zurück auf dem Betze - und tritt bei seiner zweiten Profistation eine noch größere Herausforderung an. Es ist für den 1. FC Kaiserslautern Risiko und Chance zugleich.

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