Michael Frontzeck (Trainer 1. FC Kaiserslautern) (Foto: Imago, Langer / Eibner-Pressefoto)

3. Liga | 1. FC Kaiserslautern Lieferservice FCK will auf die Überholspur

Beim großen Traditionsduell gegen Hansa Rostock im Ostseestadion will der 1. FC Kaiserslautern liefern, um den Anschluss an die Spitze gegen einen direkten Konkurrenten nicht zu verlieren.

Michael Frontzeck muss sich mittlerweile vorkommen wie ein getriebener Mitarbeiter eines Paketdienstes. Er muss liefern. Tore und Punkte. Am besten in jedem Spiel. Das funktionierte am vergangenen Spieltag nicht. Der FCK wurde selbst zum Punktelieferant. Energie Cottbus nahm die drei Punkte mit und durfte sie auf’s Tabellenkonto addieren. Das kann schon frustrierend sein. Denn die Reisewege, die der FCK auf sich nimmt, um „einen Sieg einzufahren“, sind manchmal weit.

Das Spiel des 1. FC Kaiserslautern gegen Hansa Rostock am 14 Uhr im Livestream:

Ausnahmsweise per Flieger an die Ostseeküste

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Na und? Das sagt Michael Frontzeck zwar nicht, aber man sieht ihm an, was er denkt. Frontzeck ist nicht zimperlich. Ob denn die lange Reise nach Rostock einen Einfluss auf das Team habe will einer in der Pressekonferenz wissen? „Wir müssen das hinbekommen“, sagt Frontzeck. Der Verein sei nicht auf Rosen gebettet. Ausnahmsweise fliegt der FCK aber zum Auswärtsspiel an der Ostseeküste. Eine Stunde Busfahrt nach Frankfurt. Warten. Dann der Flug nach Hamburg. Wieder Busfahren. Nach Rostock. 

Ein Spiel auf Augenhöhe

Ganz entspannt will Frontzeck dann eine „gute und griffige Trainingseinheit hinlegen“. Und aus den Fehlern gegen Cottbus lernen. Wobei der „Fehler“ beim Gegner lag: „Cottbus hat mit einer 9er-Kette gespielt, dazu auch noch klug. Da muss man einfach mal nicken und schlucken.“ Dass Rostock ähnlich defensiv spielen wird glaubt Frontzeck nicht (Samstag, 10.11./14:00 Uhr). „Das wird ein Spiel auf Augenhöhe“ – auch weil Rostock, wie der FCK, aufsteigen will.

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Bis zur Winterpause auf Schlagdistanz

Dafür muss der FCK-Lieferservice Vollgas geben – unter Einhaltung aller sportlicher Regeln versteht sich – aber das hat Frontzeck eh längst verinnerlicht: „In dieser Liga muss man 100% auf dem Platz bringen. Wenn man das nicht schafft, läuft man Gefahr Spiele zu verlieren.“ Bis zur Winterpause will Frontzeck mit seiner Mannschaft „auf Schlagdistanz“ sein. Für den Fall, dass Frontzecks Team drei Punkte auf’s eigene Konto liefert, würde der FCK in der Tabelle knapp vor Rostock stehen. Allerdings liegen dann noch mal 23 Spieltage vor den roten Teufeln. Ein Sieg wäre aber immerhin ein kleiner Zwischensprint.

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