Jubel bei den Spielern des 1. FC Kaiserslautern (Foto: Imago, Werner Schmitt)

3. Liga | 1. FC Kaiserslautern Der 1. FC Kaiserslautern belohnt sich für "wahnsinnigen Aufwand"

Der erste Heimsieg seit langer Zeit fühlt sich für den 1. FC Kaiserslautern an wie eine Erlösung. Trainer Sascha Hildmann lobt das Team für den Einsatz. Die Personalwechsel in der Winterpause gehen gleich auf.

Zum Auftakt in die verbleibenden Spiele der Rückrunde hat der Drittligist 1. FC Kaiserslautern gleich überzeugt. Nach den internen Querelen der vergangenen Wochen rund um die finanzielle Situation sorgten die Pfälzer mit dem 2:0 (1:0)-Heimerfolg über die SG Sonnenhof Großaspach für den ersten Heimsieg seit mehr als drei Monaten.

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Hildmann: "Wahnsinnigen Aufwand betrieben"

"Man hat von Anfang an gesehen, wer das Spiel gewinnen will. Wir haben einen wahnsinnigen Aufwand betrieben", sagte Trainer Sascha Hildmann nach dem Sieg über seinen Ex-Verein.

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Die Winterpause haben die Lauterer genutzt, um an einigen Stellschrauben zu drehen. Der Plan Hildmanns, in einem 3-4-3 System mehr Zug zum Tor zu entwickeln und Stoßstürmer Timmy Thiele besser einzubinden, ging auf. Mit nur drei Treffern war der 27-Jährige in der Hinrunde noch weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Am Samstag konnte er das in ihn gesetzte Vertrauen aber zurückzahlen. Thiele kämpfte, erarbeitete sich Möglichkeiten und sorgte mit dem Treffer zum 2:0 (54. Minute) für die Vorentscheidung.

Große Erleichterung für Timmy Thiele

"Das hat gut getan. Ich habe nach meinem Tor vor Weihnachten bei 1860 München gesagt, ich will genau da weitermachen", sagte der glückliche Torschütze.

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Gelungenes Debüt für Lennart Grill

Bereits in der ersten Hälfte gelang Jan Löhmannsröben vor 17.297 Zuschauern der Führungstreffer (38.). Im FCK-Tor gab der neue Stammtorhüter Lennart Grill ein überzeugendes Drittliga-Debüt. "Zum Reinkommen war das Spiel perfekt. Wir haben gewonnen und zu null gespielt", bilanzierte Grill an seinem 20. Geburtstag.

Doch wurde das Nachwuchstalent gegen die schwächste Offensive der Liga auch kaum ernsthaft geprüft. Die Chancenverwertung ließ aber auch im ersten Pflichtspiel des Jahres noch zu wünschen übrig, sodass Großaspach mit den zwei Gegentreffern am Ende gut bedient war. "Die Abschlussschwäche tut uns immer noch weh. Daran müssen wir arbeiten", forderte Hildmann.

Die angespannte Lage auf dem Betzenberg wurde durch den siebten Saisonsieg etwas beruhigt, da der Abstand zu den Abstiegsplätzen auf sechs Punkte angewachsen ist. Um aber wieder ins Aufstiegsrennen einzugreifen, bedarf es weiterer Leistungssteigerungen. Eine Schwächephase darf sich der Fritz-Walter-Klub in der Restrunde nicht mehr erlauben.

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