FCK-Beiratsmitglied Michael Littig (Foto: SWR)

Fußball | 3. Liga Machtkampf entschieden - Sensationelle Wende beim 1. FC Kaiserslautern

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Der Machtkampf beim 1. FC Kaiserslautern hat am Montagabend eine fast schon sensationelle Wende genommen. Beiratsmitglied Michael Littig, der vom möglichen Luxemburger Investor Flavio Becca ultimativ zum Rücktritt aufgefordert worden war, hat in der Sitzung selbst neue Investoren präsentiert.

Nach gemeinsamen Informationen des Magazins "kicker" und des Südwestrundfunks legte Littig Unterlagen vor, nach denen eine  regionale Investorengruppe bereit ist, sofort mit drei Millionen Euro beim FCK einzusteigen. Damit wären die Lizenz und ein konkurrenzfähiger Etat, um nächstes Jahr in der 3. Liga um den Aufstieg mitspielen zu können, gesichert.

Fließen in den kommenden Jahren weitere Millionen?

Dabei handelt es sich nicht um einen Kredit. Littigs Investoren wollen mit den drei Millionen Euro zehn Prozent der Anteile der FCK-AG kaufen und dem Verein damit das dringend benötigte Eigenkapital beschaffen. Weitere Investitionen werden in Abhängigkeit eines Bewertungsverfahrens in Aussicht gestellt, das "laut Angebot in der zweiten Liga von 130 Millionen bis 190 Millionen und in der ersten Liga bis 250 Millionen reichen kann", wie es in einer Mitteilung des FCK heißt.

Beccas Offerte ist vom Tisch

Littigs Angebot wurde vom Beirat mit 3:2 Stimmen angenommen. Damit ist Beccas Offerte vom Tisch. "Weitere Vertragsdetails werden in den nächsten Tagen geklärt. Damit ist das Angebot von Herrn Flavio Becca nicht mehr existent", heißt es von Seiten des FCK.

Littig hatte am Montag Nachmittag noch mit Geschäftspartnern und Anwälten über das Investment verhandelt, das in letzter Minute mit heißer Nadel gestrickt wurde.

Mit dieser Aktion hat Littig in letzter Sekunde den Spieß umgedreht und den Machtkampf beim 1. FC Kaiserslautern für sich entschieden. Allerdings sagte er, dass er nun Gräben zuschütten möchte. Er habe allen Beteiligten in Beirat und Geschäftsführung in der Sitzung Brücken gebaut, die es möglich machen würden, gemeinsam weiter zusammen zu arbeiten.

Dauer

Kehrt nun Ruhe ein?

Die beiden FCK-Geschäftsführer Michael Klatt und Martin Bader wollen sich erst am Dienstag äußern. Der monatelang mit harten Bandagen ausgetragene Machtkampf ist damit vorerst beendet. Ob der Verein damit tatsächlich zur Ruhe kommt, bleibt aber abzuwarten.

Schon vor der Sitzung des FCK-Beirates am Montagabend hatte der FCK-Ehrenrat Michael Littig den Rücken gestärkt und sich gegen seinen, von Becca ultimativ geforderten,  Rücktritt ausgesprochen.

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