Das Fritz-Walter-Stadion in Kaiserslautern (Foto: Imago, Steffen Kuttner)

Fußball | 3. Liga Stadion-Verkauf? Kaiserslautern will mit "Brautschmuck" Investor locken

Kaiserslauterns Oberbürgermeister Klaus Weichel (SPD) ist zuversichtlich, das Fritz-Walter-Stadion verkaufen zu können. Die Stadt halte die Flächen um die FCK-Spielstätte bewusst attraktiv.

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Seit über einem Jahr verhandelt die Stadt Kaiserslautern nach eigenen Angaben mit einem Investor über den Verkauf des Fritz-Walter-Stadions. Oberbürgermeister Weichel spricht von einem "ernsten Interesse" auf Seiten der Verhandlungspartner. "Das beweist allein die Tatsache, dass sie nach über eineinhalb Jahren noch dabei sind", sagte er dem SWR.

Der Verkauf sei aber schwierig, solange der 1. FC Kaiserslautern in der 3. Liga spiele. Weichel sprach von einem "Aufeinander-zu-bewegen" mit Wiederholungen. Immer wieder würden Daten nachgefragt, Prüfungen gemacht. "Das ist nicht so, dass einer zur Tür hereinkommt und sagt: Hier hast Du 60 oder 100 Milllionen Euro und das Stadion ist mir."

Investor will Erträge erzielen

Die Stadt halte die Flächen um das Stadion bewusst attraktiv, um den Verkauf des Stadions zu fördern. "Ich nenne das ein bisschen salopp den Brautschmuck, um die Braut etwas attraktiver zu gestalten." Noch ist aber weiter unklar, wie eine Nachnutzung aussehen könnte. Ein Investor wolle natürlich Erträge erwirtschaften.

Sportlich geht es dem 1. FC Kaiserslautern etwas besser als vor ein paar Wochen, aber finanziell steht dem Verein das Wasser bis zum Hals.

Zwölf Millionen Euro muss der FCK aufbringen, sonst droht der Lizenzentzug. Das würde nicht nur den vielen treuen FCK-Fans schmerzen, sondern auch der Stadt. Sie hat eine Tochtergesellschaft, der das Stadion gehört und für die die Stadt mit rund 60 Millionen Euro bürgt.

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