Die Zukunft des 1. FC Kaiserslautern ist unklar (Foto: Imago, Eibner)

Fußball | 3. Liga Kommentar: Die Ruhe vor dem nächsten FCK-Sturm?

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Der 1. FC Kaiserslautern hat die internen Turbulenzen wenigstens vorläufig beendet. Doch wieviel Bestand hat die Ruhe nach der Aufsichtsratssitzung? SWR-Sportredakteur Jan Jaworski kommentiert das Geschehen beim FCK.

Beim 1. FC Kaiserslautern hoffen nun alle, dass endlich wieder Ruhe einkehrt. Deshalb haben die Aufsichtsratsmitglieder des Vereins gestern Abend in ihrer Krisensitzung beschlossen, doch keine personellen Veränderungen in dem Gremium vorzunehmen. Patrick Banf bleibt damit erst einmal Aufsichtsratschef - und zwar mindestens bis Mitte März. Damit scheint der große Streit im höchsten Vereinsgremium beigelegt zu sein.

Der FCK gibt kein gutes Bild ab

"Der Lizenz muss sich alles andere unterordnen", sagte Aufsichtsratschef Banf einmal. Doch davon war in den vergangenen Tagen wenig zu spüren. Der Streit innerhalb des Gremiums trat in den Vordergrund und warf kein gutes Bild auf den FCK - wieder einmal.

Dass es in so einem wichtigen Gremium öfter Mal Streit gibt, ist logisch. Aber dass dieser nach außen getragen wird, in so einer prekären Lage des FCK, ist absolut vereinsschädigend und abschreckend für mögliche Großinvestoren. Es kann nicht sein, dass ein Aufsichtsratsmitglied seinen Vorsitzenden über die Medien hinterfragt. Das halte ich für sehr fragwürdig. So etwas sollte innerhalb des Rats diskutiert werden.

Kommt der 1. FC Kaiserslautern jetzt zur Ruhe?

Die Kehrtwende kam gestern Abend - besser spät als gar nicht. Die Ratsmitglieder haben sich lange ausgesprochen und trotz dieser scheinbar unüberbrückbaren Differenzen entschieden, den Streit erstmal ruhen zu lassen. Jetzt soll gemeinsam das Ruder doch noch rumgerissen werden. Diese Entscheidung finde ich richtig, denn der FCK hat im Moment deutlich größere Probleme.

Jetzt kann der Verein also zur Ruhe kommen - zumindest bis Mitte März. Dann müssen die Unterlagen für die Lizenz eingereicht werden. Jetzt, Mitte Januar, soll sich ihr also endlich alles unterordnen. Bleibt zu hoffen, dass es dafür nicht zu spät ist.

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