Christian Hock, Sportvorstand des SV Wehen Wiesbaden (Foto: SWR)

Flutlicht | 1. FC Kaiserslautern Christian Hock wirft dem FCK "Misswirtschaft" vor

Christian Hock ist Sportdirektor beim SV Wehen Wiesbaden. In der TV-Sendung Flutlicht im SWR Fernsehen RP hat der Ex-Profi nun Vorwürfe gegenüber Liga-Konkurrent 1. FC Kaiserslautern erhoben.

Ob der klamme FCK, den massive Liquiditätsprobleme plagen, überhaupt die Lizenz für die nächste Saison in der 3. Liga erhält, gilt derzeit als offen. Hock bewertet die Chancen der Roten Teufel trotzdem optimistisch. "Denkbar ist vieles. Man hat in den letzten Jahren schon öfters gedacht, dass es für den FCK eng wird, aber sie haben es noch immer geschafft, die Lizenz bekommen", sagte der Ex-Profi des FSV Mainz 05 in der TV-Sendung Flutlicht im SWR Fernsehen RP.

Kein gutes Zeugnis für den FCK

Allerdings stellte er den Verantwortlichen des 1. FC Kaiserslautern kein gutes Zeugnis aus. "Wenn ein Verein so hoch verschuldet ist wie der FCK, zeugt das schon von einer gewissen Misswirtschaft", sagte Hock: "Wenn man jahrelang in der ersten oder zweiten Liga gespielt hat, muss es eigentlich möglich sein, ein oder zwei Jahre in der 3. Liga zu spielen, ohne gleich solche finanziellen Probleme zu bekommen."

"Über Jahre hinweg heruntergewirtschaftet"

Hock sieht den 1. FC Kaiserslautern gar als "tragisches Beispiel dafür, wie man einen Verein über Jahre hinweg herunterwirtschaften kann". Aktuell fehlen dem Fritz-Walter-Klub liquide Mittel in Höhe von fünf Millionen Euro. Zudem steht die Rückzahlung der Fan-Anleihe mit einem Volumen von 6,7 Millionen Euro an - was in der Summe rund zwölf Millionen Euro macht, die der FCK aufbringen muss.

"Vielleicht tut der Schlag mal gut"

"Vielleicht tut dem FCK so ein Schlag mal gut, um dann komplett neu anzufangen", sagte Hock, der seinen SV Wehen Wiesbaden beim Werben um Spieler gegenüber Kaiserslautern im Nachteil sieht: "Die Jungs verdienen da natürlich auch gutes Geld. Das mussten wir schmerzlich erfahren, weil wir vor der Saison mit einigen Spielern gesprochen haben, die dann zum FCK gegangen sind."

Etwas Positives zu den Roten Teufeln fand Hock indes auch noch: "Sascha Hildmann ist ein Top-Trainer. Die Mannschaft ist gut zusammengestellt." Worte, die man beim FCK sicher gerne hören wird - schließlich mussten sich die Pfälzer bereits frühzeitig vom Saisonziel Wiederaufstieg verabschieden.

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