Markus Merk (Foto: Imago, Imago Images Eibner)

Fußball | 3. Liga Alternative beim FCK? Das ist das Team um Markus Merk

Bedeutet das eine Weichenstellung für die Zukunft des 1. FC Kaiserslautern? In Frankfurt traf sich heute die Gruppe um den ehemaligen Fußball-Weltschiedsrichter Markus Merk, die sich vor ein paar Tagen der Fußball-Öffentlichkeit als Alternative zum amtierenden Aufsichtsrat des FCK vorgestellt hatte.

Bei diesem Treffen besprachen die vier potenziellen Aufsichtsratskandidaten des 1. FC Kaiserslautern die Zukunft des Vereins und wie eine gemeinsame Strategie aussehen kann.

Markus Merk und sein Team in der Bildergalerie

Fußball. 3. Liga FCK: Das ist das Team um Markus Merk

Markus Merk  (Foto: picture-alliance / Reportdienste, picture alliance/Julian Stähle/dpa)
Markus Merk wurde während seiner Karriere drei Mal zum Weltschiedsrichter gekürt. Auch nach dem Ende seiner Laufbahn blieb der heute 57-Jährige dem Fußball als TV-Experte erhalten. picture alliance/Julian Stähle/dpa Bild in Detailansicht öffnen
Martin Wagner absolvierte zwischen 1992 und 2000 insgesamt 200 Bundesliga- und Zweitligapartien für den FCK und lief sechs Mal für die deutsche Nationalmannschaft auf. Der 51-Jährige gehörte zu der Mannschaft, die 1998 als Aufsteiger sensationell Deutscher Meister wurde. Imago Imago Images Eibner Bild in Detailansicht öffnen
Rainer Keßler war von September bis Dezember 2018 schon einmal Vorstandsvorsitzender des 1. FC Kaiserslautern. Der 57-Jährige wurde im vergangenen Jahr nach der Jahreshauptversammlung vom Aufsichtsrat des Klubs abberufen. Bild in Detailansicht öffnen
Auch der vierte Mann ist kein Unbekannter im Fußballgeschäft. Martin Weimer, hier auf einem Bild von 2010, war mehrere Jahre stellvertretender Vorsitzender des SC Freiburg. Imago Imago Images Heuberger Bild in Detailansicht öffnen

Das "Lautrer Modell" als Basis

Basis der Überlegungen von Merk und Co. ist "Lautrer Modell", das in der Mitgliederversammlung im Juni 2018 mit großer Mehrheit beschlossen worden war.

"Dieses Investorenmodell (Modell für Nachhaltigkeit) sieht neben einem oder mehreren Ankerinvestoren, den bedeutenden regionale Investoren, stillen Teilhabern und die Beteiligung von Mitgliedern und Fans vor. Mit diesem Team sehen wir die Möglichkeit den Auftrag der Mitglieder stringent umzusetzen", heißt es einer Pressemitteilung von Merk und Co.

Es gehe nun darum, neues Vertrauen zu schaffen, um den FCK in eine positive Zukunft zu führen. "Unsere vordergründige Aufgabe sehen wir darin, der Geschäftsführung einen starken Rückhalt zu geben, um den Verein zukunftsfähig sportlich wie wirtschaftlich zu stabilisieren", beschreibt das Quartett seine Ziele.

Fünfter Mann mit an Bord

Beim Treffen in Frankfurt konnte das Quartett einen fünften Mann für sich gewinnen. Mit Jörg. E. Wilhelm steht ein erfahrener Wirtschaftsanwalt zur Verfügung, der das Team fachlich und inhaltlich komplettieren wird.

Merk kündigt Treffen mit Becca an

Merk hatte hatte bereits im Vorfeld des Treffens angekündigt, dass er sich mit dem potenziellen FCK-Investor Flavio Becca zu einem Gespräch treffen wird. Ob die Gruppe um den dreimaligen Weltschiedsrichter eventuell noch weitere Geldgeber in der Hinterhand hat, die beim FCK einsteigen könnten, ist bisher nicht bekannt.

Zeitpunkt der Wahlen unklar

Wann Merk und seine Mitstreiter gewählt werden könnten, ist derzeit noch offen. Zu Neuwahlen im Aufsichtsrat des FCK kann es nur dann kommen, wenn auch Nachrücker Fritz Fuchs sein Amt niederlegen würde.

Tut er das nicht, werden auf der nächsten Jahreshauptversammlung des FCK die vier freien Plätze im Aufsichtsrat nur durch eine Nachwahl ergänzt. Dann würde der Aufsichtsrat erst im Jahr 2020 für drei Jahre neu gewählt werden.

Jahreshauptversammlung musste verschoben werden

In den vergangenen beiden Wochen sind beim 1. FC Kaiserslautern insgesamt fünf Aufsichtsratsmitglieder zurückgetreten. Die für den 20. Oktober vorgesehene Jahreshauptversammlung musste deshalb verschoben werden.

Die Gruppe um Merk drängt darauf, die Jahreshauptversammlung möglichst kurzfristig einzuberufen und schlägt den 17. November als Termin vor. Es gelte nun, keine Zeit mehr zu verlieren.

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