Der 1. FC Kaiserslautern erlebt derzeit unruhige Zeiten (Foto: Imago, Thomas Frey)

Fußball | 3. Liga Die Lage beim FCK - Sponsorengespräche, die nächste Runde

Es sind Chaostage beim 1. FC Kaiserslautern. Erst ist da ein Großinvestor, der einsteigen will. Dann zaubert Beirat Michael Littig doch noch regionale Geldgeber aus dem Hut. Damit wäre die Lösung "Flavio Becca" Geschichte. Doch wer sind die Unterstützer aus der Region? Bisher gab es dazu keine Informationen. Nun haben sie sich erstmals am Betzenberg gezeigt.

Wirklich viel sagen wollte beim 1. FC Kaiserslautern eigentlich keiner, nachdem die Sitzung um 11:30 Uhr am Montagmittag beendet war. Die beiden Lauterer Unternehmer Hans Sachs, Hotelier, und Klaus Dienes, Produzent von Kunststoffverpackungen, verließen als erste die Geschäftsstelle am Betzenberg und fuhren in schwarzen Wagen vom Hof. Wenig später brachen dann auch die anwesenden Beiratsmitglieder auf.

Beim ersten Kennenlernen haben die möglichen Geldgeber ihre Visionen und ihr Angebot abgegeben. Mit dabei: die FCK-Beiräte Michael Littig, Patrick Banf und Paul Wüst sowie die Geschäftsführer Martin Bader und Michael Klatt. Gemeinsam wurde die Offerte diskutiert und dabei nicht nur über die Spontanhilfe von drei Millionen Euro, sondern auch über ein Investment für die Zukunft gesprochen. Damit der klamme Verein nicht im nächsten Jahr direkt wieder in den gleichen Schwierigkeiten steckt.

Weitere Gespräche nötig

Nach Ende der Sitzung sprach der Beiratsvorsitzende Banf von sehr guten Gesprächen. Mehr wollte er aber dazu erst einmal nicht sagen. Am Dienstag wird Lauterns Kreditgeber Quattrex in die Verhandlungen einsteigen. Das Finanzunternehmen hatte den Pfälzern eine Frist bis Dienstagabend gesetzt und stellt nur dann ein weiteres Darlehen zur Verfügung, wenn der Traditionsverein ein langfristiges Konzept vorlegen kann. Mit einer endgültigen Einigung ist in den kommenden Tagen zu rechnen.

Optimismus in Sachen Drittliga-Lizenz

Nach SWR-Informationen sollen die Beteiligten sehr optimistisch sein, was die Erlangung der DFB-Lizenz für die nächste Saison in der 3. Liga angeht. Stichtag dafür ist der 28. Mai. Am Montag könnten sich die Wogen am Betzenberg also etwas geglättet haben, aber dieses Gefühl hat ja schon oft getäuscht beim 1 .FC Kaiserslautern.

Andreas Buck (Foto: Imago, Sportfoto Rudel)
Andreas Buck Imago Sportfoto Rudel

Andreas Buck ist nicht mehr Vereinsvorsitzender

Andreas Buck indes wird zukünftig nicht mehr als Vereinsvorstand tätig sein, sondern ab sofort als erster Markenbotschafter den 1. FC Kaiserslautern e.V. vertreten und unterstützen. Der 51-jährige ehemalige FCK-Profi arbeitet für die Roten Teufel, wie bisher auch, auf ehrenamtlicher Basis.

Das Amt des Vorstandes des e.V. kollidierte zunehmend mit den beruflichen Verpflichtungen von Andreas Buck in Stuttgart, so dass er nach eigener Ansicht den Anforderungen dieses Amtes zukünftig nicht mehr in dem erforderlichen Maße gerecht werden könnte. "Wir freuen uns, dass eine weitere enge Zusammenarbeit für eine positive Zukunft unseres FCK gewährleistet ist", erklärte Michael Littig, der Aufsichtsratsvorsitzende des 1. FC Kaiserslautern e.V.

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