Michael Frontzeck (Foto: Imago, imago/foto2press)

3. Liga | 1. FC Kaiserslautern Michael Frontzeck ist beim FCK Geschichte

Michael Frontzeck ist ein erfahrener Trainer. Er kennt die Automatismen im Profifußball. Keine Erfolge – kein Job mehr. Auch in Kaiserslautern ist das so. Michael Frontzeck wurde als FCK-Trainer entlassen.

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Als Michael Frontzeck am 1. Februar 2018 den 1. FC Kaiserslautern übernahm, stand der Traditionsklub in der Tabelle der 2. Liga auf Rang 18, nach 19 Spielen mit zwölf Punkten. Seine Aufgabe: im besten Fall die Klasse halten, oder aber in der dritten Liga dann den Neuanfang starten. Dafür erhielt er einen bis Ende Juni 2019 laufenden Vertrag.

Frontzeck - der hoffnungsvolle Retter

Den Abstieg konnte Frontzeck zwar nicht mehr verhindern, aber eine Leistungssteigerung war bei der Mannschaft dennoch zu erkennen. Immerhin kam die Mannschaft auf 35 Punkte. Frontzeck's Arbeit ließ auf eine positive Zukunft hoffen. Zur neuen, laufenden Saison verließen 28 Spieler den Verein endgültig, 18 neue kamen. Mit ihnen baute Michael Frontzeck eine neue Mannschaft, in einer für den Verein völlig neuen Liga.

Negativ lässt sich Frontzeck allerdings anhaften, dass er zu lange gebraucht hat bis die Neuen miteinander als Team funktionierten. Dies tun sie immer noch nicht wirklich. Die aktuelle Tabelle zeigt die gnadenlose Wahrheit: Der 1. FC Kaiserslautern ist nur Mittelmaß. Das erklärte Ziel, der direkte Wiederaufstieg in die 2. Liga, ist nach der Hälfte der Saison in erschreckend weiter Ferne.

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Frontzeck - der coole Ruhepool

"Nach außen hin ist er der Fels in der Brandung, aber intern kann er auch mal richtig laut werden und bellen", sagt beispielsweise FCK-Sportvorstand Martin Bader über Michael Frontzeck. Bader und Frontzeck kennen sich seit vielen Jahren. Schon bei Hannover 96 arbeiteten sie zusammen, schon dort musste Bader Frontzeck einmal entlassen. Jetzt also trennen sich die Wege zum zweiten Mal.

Michael Frontzeck auf der FCK-Trainerbank ist Geschichte. Neben den üblichen Phrasen zur Begründung seiner Entlassung dürfte vor allem ein Punkt beigetragen haben: die verschobene, realitätsferne Wahrnehmung bei vielen, dass der FCK immer noch zu den Topadressen im deutschen Fußball gehört. Das war einmal.

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