FCK-Antreiber Janik Bachmann im Duell Waldhof-Abräumer Max Christiansen (Foto: Imago, imago images / Jan Huebner)

Fußball | 3. Liga Mannheim entführt einen Punkt aus Kaiserslautern

Waldhof Mannheim und der 1. FC Kaiserslautern nehmen im Südwest-Duell auf dem Betzenberg einen Punkt mit. Die befürchtete Randale bliebt aus.

In einem rassigen Spiel mit vielen Zweikämpfen, Chancen auf beiden Seiten und einer beeindruckenden Kulisse trennten sich der 1. FC Kaiserslautern und Waldhof Mannheim unentschieden. Beim 1:1 sorgte Gianluca Korte nach schöner Vorarbeit von Valmir Sulejmani per Kopf für die überraschende Gäste-Führung (10.). In der Folge drehten die Roten Teufel auf und setzten Mannheim mehr und mehr unter Druck. Kevin Kraus belohnte den Einsatz mit seinem Kopfball zum Ausgleich (34.).

Dauer
Sendedatum
Sendezeit
18:00 Uhr
Sender
SWR Fernsehen RP

In der zweiten Halbzeit spielten beide Mannschaften auf Sieg. Doch weder FCK-Stürmer Timmy Thiele (57. & 70.) noch der quirlige Waldhof Spielmacher Dorian Diring (71.) und Kevin Koffi (89. & 90.) konnten ihre Chancen nutzen.

So blieb es bei der Punkte-Teilung, die Waldhof Mannheim mehr hilft als dem FCK. Denn der Aufsteiger steht mit nun 13 Punkten auf Platz sechs, während die Roten Teufel mit neun Punkten auf Platz zehn festhängen.

Die befürchteten Krawalle blieben aus

Abseits des Platzes gab es vor dem Hochrisiko-Spiel nach Polizeiangaben keine größeren Zwischenfälle. Die nach den Provokationen im Vorfeld befürchteten Ausschreitungen zwischen den rivalisierenden Fanlagern konnten bis Spielende dank des Sicherheitskonzeptes mit über 1.000 Einsatzkräfte verhindert werden. Wegen des Zündens von Pyrotechnik während des der Partie müssen beide Vereine jedoch mit einer Strafe des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) rechnen.

Die Lauterer Anhänger hatten zudem zu Spielbeginn eine aufwendige Choreographie inszeniert, dabei stand auf einem riesigen Banner in der Westkurve allerdings: "Waldhof verrecke". "Wir haben uns mit den Behörden, insbesondere der Staatsanwaltschaft, ganz konkret ausgetauscht, ob diese Aussage durch die Meinungsfreiheit gedeckt ist. Und es ist keine Beleidigung, so die Aussage der Behörden", erklärte Michael Klatt, kaufmännischer Geschäftsführer des FCK. "Es dann trotzdem zu verbieten, macht wenig Sinn. Wenn wir wollen, dass es Emotionen gibt, dann muss man das akzeptieren. Auch wenn das nicht der Sprachgebrauch des Vereins ist."

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