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Von Abstiegsplatz 18 aus geht der 1. FC Kaiserslautern in die letzte Partie des Jahres. Trotz den zuletzt äußerst schwachen Leistungen glaubt man beim FCK gegen Uerdingen an die Wende.

Wie heißt eine der oft zitierten Fußball-Floskeln: "Die Tabelle lügt nicht". Und weil sich die aktuelle Situation nach jedem Spieltag neu darstellt, haben alle natürlich auch rund um den Betzenberg in Kaiserslautern gemerkt, dass die Lage ernst ist. Sehr ernst. 15 Punkte weisen den mit ganz anderen Zielen gestarteten Traditionsklub nach 16 Spielen als Tabellenachtzehnten aus. "Wir wissen alle, wo wir stehen", sagt FCK-Coach Jeff Saibene vor der Partie in Düsseldorf gegen den KFC Uerdingen. "Jeder im Trainerteam und in der Mannschaft macht sich Gedanken und jeder ist sich bewusst, dass wir in einer sehr schwierigen Situation sind."

Viele Probleme - keine Lösungen?

Wobei die Lage in Kaiserslautern ja nicht erst seit gestern dramatisch ist und die Frage erlaubt sein muss, wie ausgerechnet bei den trotz vieler finanzieller Probleme sportlich verbesserten Uerdingern die Wende eingeleitet werden soll? Saibene versucht es, bei allem Frust, noch auf die sanfte Tour: "Ich denke, es wäre fehl am Platz, jetzt nur draufzuhauen und alles kritisch zu sehen. Ich muss die Jungs unterstützen, ich muss ihnen helfen." Der Luxemburger sieht sich hier auch als Psychologe und Mentalcoach gefordert: "Ich will nicht, dass die Jungs Angst haben und kein Selbstvertrauen haben", sagt Saibene und hofft am Samstag endlich auf Besserung.

Letztes Spiel vor Weihnachten ist noch kein Finale

Eine gehörige Steigerung ist gegen den KFC Uerdingen aber auch dringend angesagt. Mit den zuletzt gezeigten Leistungen, vor allem in der Defensive, dürfte es auch dort schwierig werden, etwas Zählbares zu erreichen. Dem Gegner bescheinigt Saibene eine sehr gute Stabilität, trotz der vielen Diskussionen um die Finanzen. Wegen fehlender Zahlungen für die Nutzung der Spielstätte in Düsseldorf drohte sogar die Aussetzung des Spielbetriebs. "Sie haben in den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt, sind gut organisiert und schwer zu bespielen", sagt der Trainer, der die Partie aber trotz der Brisanz nicht überwerten möchte.

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Vielleicht auch, um den Druck auf seine Spieler nicht noch mehr zu erhöhen. "Das ist kein Finale, sondern ein normales Meisterschaftsspiel, das aber extrem wichtig ist", betont Saibene. "Die Mannschaft hat die Kraft, wir sind physisch fit, werden uns auch mental gut vorbereiten und werden versuchen, mutig und selbstbewusst in die Partie reinzugehen." Nicht mithelfen dabei können neben den Langzeitverletzten auch der wegen eines Nasenbeinbruchs operierte Hikmet Ciftci sowie der Rot-gesperrte Innenverteidiger Janik Bachmann.

Entspannung über Weihnachten trotz Krise

Unabhängig vom Ausgang der letzten Partie des Jahres: Die Lust hat der in der Schweiz beheimatete Luxemburger Jeff Saibene trotz der Krise noch nicht verloren: "Ich bin voller Energie und voller Lust. Klar ist es zur Zeit nicht einfach, aber Fußball ist kein Wunschkonzert", sagt er und freut sich in der nur eine Woche kurzen Winterpause auf das "Auftanken mit der Familie".

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