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Nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung laufen beim 1.FC Kaiserslautern die Vorbereitungen auf die Gläubigerversammlung. Im SWR Sport Podcast "Nur der FCK" äußert sich dazu FCK Sachwalter Andreas Kleinschmidt.

Wenn alles nach Plan läuft können alle Beteiligten beim 1.FC Kaiserslautern pünktlich zum 100. Geburtstag von Fritz Walter am 31.Oktober aufatmen. Voraussetzung ist, dass die Gläubiger zwei Tage vorher, am 29. Oktober dem Insolvenzplan zustimmen, und die Lizenzierungsunterlagen fristgerecht beim DFB eingereicht werden. Zur Zeit werden Schreiben an alle ca. 18.000 Gläubiger vorbereitet: "Wir haben geschaut, welche Forderungen bestehen und werden allen Gläubigern entsprechende Formulare zukommen lassen", sagt Sachwalter Andreas Kleinschmidt, "der Gläubiger kann das Formular einfach zurückschicken oder aber eine andere Forderung anmelden. Er muss aber nicht am Verfahren teilnehmen. Wir prüfen dann die Rücksendungen. Wer Ansprüche gegen den FCK geltend macht, hat bei der Gläubigerversammlung auch ein Stimmrecht."

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Kein Event, wo es Bier und Wurst gibt

Um allen Gläubigern die theoretische Chance einer Teilnahme an der Versammlung zu geben, hat das Amtsgericht die Veranstaltung ins Fritz-Walter-Stadion gelegt. Kleinschmidt geht allerdings nicht davon ausgeht, dass sich am 29. Oktober viele Gläubiger auf den Weg zum Betzenberg machen werden: "Das ist in der Regel eine schwach besuchte, formale Veranstaltung und kein Event, wo es Bier und Wurst gibt. Da wird der Insolvenzplan noch einmal mündlich vorgestellt und danach abgestimmt", so der Sachwalter.

Mit dem Rücken zur Wand in die Insolvenz

Der zur Zeit entstehende Insolvenzplan wird dann, wahrscheinlich ab Anfang Oktober, auch noch einmal zur Einsicht für die Gläubiger beim Amtsgericht Kaiserslautern ausgelegt. Was Andreas Kleinschmidt bereits festgestellt hat ist, dass die Interessen der Gläubiger sehr unterschiedlich sind: "Manchen geht es nur darum, möglichst viel ihres investierten Geldes zurückzubekommen, andere schauen eher auf eine zukünftige Geschäftsbeziehung." Was aber alle anstreben, auch das hat der Sachwalter beobachtet, ist, dass es auf dem Betzenberg weitergeht - auch wenn nicht alle mit dem Gang in ein Insolvenzverfahren einverstanden waren: "Eine Insolvenz ist nichts, was man sich freiwillig aussucht, sondern weil man mit dem Rücken zur Wand steht." sagt Kleinschmidt, ist aber optimistisch, dass die größte Krise des 1.FC Kaiserslautern pünktlich zum 100. Geburtstag von Fritz Walter am 31. Oktober ein gutes Ende findet: "Wenn es keinen anderen Grund gäbe, hier ein schnelles Ende zu finden, dann wäre es dieser."

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