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Mit dem 1:1 bei Hansa Rostock hat der 1.FC Kaiserslautern am viertletzten Drittligaspieltag sportlich die Klasse gehalten. Die weiteren Entscheidungen werden neben dem Platz getroffen.

Wie lange Sarah Jung aus Weinsheim bei Bad Kreuznach schon FCK-Fan ist, weiß sie eigentlich selbst nicht so ganz genau: "Der FCK war eigentlich immer da", sagt die 34-Jährige im SWR Sport Podcast "Nur der FCK". "Mein Opa hat die 54er-Generation miterlebt, ich glaube er hat sogar einmal in einer Auswahl mit Fritz Walter gespielt. Das wurde natürlich auf meinen Vater übertragen und dann kann man sich dem nur schwer erwehren". Was Sarah Jung aber auch nicht wollte, denn sie ist mit Leib und Seele FCK-Fan. Dauerkarte in der Westkurve, Block 9/2. "Man rutscht, je älter man wird, immer ein Stück weiter nach oben im Block - aber es ist immer noch Westkurve", erzählt uns Sarah, die in den aktuellen Coronazeiten die Auftritte der roten Teufel wie so viele leider nur am Fernseher verfolgen kann.

Minimalziel erreicht

Und natürlich war da eine gewisse Erleichterung zu spüren, als nach dem 1:1 bei Hansa Rostock auch rechnerisch der Klassenerhalt feststand. von großer Freude oder gar Euphorie kann aber keine Rede sein: "Da fällt einen einem zwar ein Stein vom Herzen, aber ich würde das nicht als Erfolg bewerten", sagt Sarah Jung und verweist auf die etwas höheren Ansprüche des 1.FC Kaiserslautern. Allerdings nimmt sie Mannschaft und Tainerteam auch in Schutz: "Aufgrund der aktuellen Situation, auch wegen des wirtschaftlichen Hintergrunds, war es für die Mannschaft nicht leicht. Ich möchte es einmal so ausdrücken, das Minimalziel ist erreicht und damit müssen wir jetzt einmal zufrieden sein."

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Hoffnung auf Investor

Zufrieden, dass heißt eher überrascht war Sarah Jung, wie alle anderen FCK Fans auch, über die Aussage des FCK-Aufsichtsratsvorsitzenden der Profiabteilung, Jörg E. Wilhelm, der am Sonntag in der SWR Sendung "Sport in Rheinland Pfalz" von einem bindenden, unwiderruflichen und einseitigen Angebots eines Investors sprach. Mit den Aussagen des Wirtschaftsanwalts in den Reihen des FCK hat sich die gelernte Bankkauffrau Sarah Jung natürlich intensiv beschäftigt und ist sehr gespannt, ob sich die Situation beim Traditionsklub in den kommenden Wochen zum Positiven wenden wird.

Zukunft durch eigene Talente

Froh ist Sarah Jung auch, dass der potentielle Investor auch das Nachwuchsleistungszentrum auf dem Schirm hat. Selbst wenn es auch aktuell mit Lennart Grill oder Anas Bakhat einige Jungs ins Profiteam geschafft haben: Auf dem Fröhnerhof gibt es einiges an Nachholbedarf, bei fehlender Modernisierung dürfte es in Zukunft immer schwerer werden, junge Talente nach Kaiserslautern zu locken.

Man bleibt halt dabei

Aber, bei allen Problemen auf sportlicher und finanzieller Ebene, eins ist klar. Die von Beiratsmitglied Markus Merk immer wieder gerne zitierte Unzerstörbarkeit des FCK haben auch die Fans längst übernommen. Oder, wie es Sarah Jung ausdrückt: "Ich sage immer, der FCK-Fan ist positiv, oder besser, liebevoll bescheuert, man bleibt halt dabei, auch in bitteren Zeiten."

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