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Der 1. FC Kaiserslautern ist mehr als nur ein Drittligist. Über die Sorgen und Nöte der insgesamt 2.500 aktiven Mitglieder spricht Tobias Frey, Vorstandsmitglied des e.V., im SWR-Sport-Podcast "Nur der FCK".

Das Coronavirus hat mittlerweile weltweit die gesamte Gesellschaft im Griff. Kein Tag, keine Stunde vergeht ohne neue Nachrichten, die zumeist kein schnelles Ende der Pandemie vorhersagen.

Tobias Frey sitzt aktuell auf Lanzarote fest

Auch Tobias Frey ist Opfer der rasanten Entwicklung geworden. Er sitzt zur Zeit auf der Kanareninsel Lanzarote fest. "Es gibt seit Samstag eine Ausgangssperre, seitdem verbringe ich die Zeit auf dem Zimmer oder auf dem Balkon. Das Militär steht vor dem Hotel und hält jeden an, der raus möchte", so Frey im SWR-Sport-Podcast "Nur der FCK".

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Seine Hoffnung ist, am Samstag einen Platz in einem der wenigen Flieger zurück nach Deutschland zu ergattern. Hier wartet dann, neben der Familie, die nächste Aufgabe auf Tobias Frey.

Ein Großverein in Zeiten der Krise

18.000 Mitglieder hat der 1. FC Kaiserslautern, davon 2.500 Aktive, die sich in zehn Abteilungen sportlich betätigen. "Zweck und Aufgabe des Vereins ist die sportliche Ertüchtigung seiner Mitglieder, insbesondere der heranwachsenden Jugend und die planmäßige Pflege und Förderung aller Arten der Leibesübungen." Mit diesen Zeilen beginnt Artikel 2 der Satzung des 1. FC Kaiserslautern e.V. Und jetzt? Jetzt ist alles anders. In der ausgegliederten Kapitalgesellschaft, hierzu gehören neben der Drittligamannschaft und dem Oberligateam auch die A- und B- Junioren sowie ca. 40 Angestellte in der Geschäftsstelle, hat der Vorstand alle Mitarbeiter inklusive der Spieler in Kurzarbeit geschickt. Und der Gesamtverein? Auch hier ist Kurzarbeit angesagt, was aber im e.V. nur zwei Mitarbeiter betrifft. "Beide arbeiten jetzt im Homeoffice, was problemlos möglich ist", sagt Frey.

"Da leidet schon sehr viel darunter"

Nicht mehr möglich ist dagegen der Trainingsbetrieb. Die Einstellung bedeutet schon einen gravierenden Einschnitt in den Alltag, hier sollte man auch die soziale Verantwortung des FCK nicht vergessen, sagt Frey, der jahrelang die Triathlonabteilung des Vereins leitete: "Da leidet schon sehr viel darunter, gerade in Zeiten der Verunsicherung fehlt ein Anker."

Wir sind alle ein Verein

Die ohnehin schon vorhandene Krise des finanziell angeschlagenen Traditionsklubs hat sich durch die aktuelle Situation weiter verschärft. Keine einfache Zeit natürlich auch für den Vorstand des e.V., der aber bereits auch schon zuvor sehr intensiv mit der Kapitalgesellschaft zusammenarbeitet: "Es gibt sehr viele Schnittstellen, eigentlich sind wir alle ein Verein, die Unterteilung zwischen e.V und KG wird gar nicht so gelebt. Wir versuchen das alles gemeinsam zu wuppen", so Frey, der seit Ende Dezember dem insgesamt fünfköpfigen Vorstand des e.V. angehört.

Stark in der Krise

Trotz aller aktuellen Probleme ist Frey optimistisch, dass der 1. FC Kaiserslautern auch diese Krise überstehen wird: "Natürlich ist die finanzielle Situation angespannt, aber wenn wir alle zusammenstehen, werden wir auch diese Herausforderung bewältigen."

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