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Kevin Kraus glaubt trotz der schwierigen Situation weiter an das "Projekt FCK" und möchte helfen, das Ziel Aufstieg zu erreichen. Das sagt der Innenverteidiger in der neuen Folge des SWR Sport Podcasts "Nur der FCK".

Was die Tabelle angeht, hat sich die Lage des 1. FC Kaiserslautern auch nach dem ersten Saisonsieg in Zwickau nicht wirklich verbessert. Durch die Erfolge der Konkurrenz im Tabellenkeller bleiben die Roten Teufel auf einem Abstiegsplatz. Umso wichtiger aber war der erste Dreier, auch für die Köpfe. "Da sind einige Steine runtergefallen", formuliert es Vizekapitän Kevin Kraus. "Uns ist es endlich gelungen, den Bock umzustoßen. Das sind immer ganz knappe Spiele, die über die Tagesform entschieden werden. Bei der engen Tabelle war der Sieg umso wichtiger", sagt Kraus.

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Persönliche Ziele noch nicht erreicht

Seit 2018 trägt Kevin Kraus das Trikot der Roten Teufel. Auf eine Fanfrage, warum er trotz der wirtschaftlich und sportlich angespannten Situation seinen Vertrag bis 2022 verlängert hat, antwortete der 28-Jährige: "Ich bin damals hierhergekommen, um etwas aufzubauen. Das ist mir bis jetzt leider nicht gelungen. Ich glaube aber weiter an das Projekt hier und bin davon überzeugt, dass wir das schaffen." Daneben fühlt sich der gebürtige Wiesbadener auch sehr wohl in der Pfalz und genießt die Nähe zu seiner Heimat.

Ein Bundesligaspiel für Eintracht Frankfurt

Über den SV Wehen kam Kevin Kraus 2004 zur Frankfurter Eintracht, für die Hessen bestritt der Abwehrspieler 2011 auch sein einziges Spiel in der ersten Bundesliga: "Damals waren beide Innenverteidiger verletzt oder gesperrt, da habe ich meine Chance bekommen. Die Woche darauf war ich leider krank und Sebastian Rode hat meinen Part übernommen. Der hat es ja dann nicht so schlecht gemacht", trauert Kraus der Chance auf die ganz große Karriere nicht mehr allzu sehr nach. Greuther Fürth und 1. FC Heidenheim hießen die weiteren Stationen. Auf der Ostalb spielte Kraus insgesamt fünf Jahre, an die er sich noch heute sehr gerne zurück erinnert. Auch, weil der FCH für eine große Trainerkonstanz steht: "Frank Schmidt ist dort seit 13 Jahren Trainer, die Konstanz kann auch ein wichtiger Faktor für den Erfolg sein", denkt Kraus, der wenig von zu frühen Entlassungen und Trainerwechseln hält.

Kevin Kraus (Foto: Imago, imago images/Picture Point)
Kevin Kraus macht seinem Zwickauer Gegenspieler Marco Schikora deutlich, dass er nichts von Schwalben hält. Imago imago images/Picture Point

Ängste während der Coronapandemie

Worüber sich natürlich zur Zeit nicht nur die Fußballer viele Gedanken machen, ist die Situation während der Pandemie. Dass man nach einer längeren Fahrt zum Auswärtsspiel nach der Ankunft am Spielort noch nicht weiß, ob die Partie überhaupt stattfindet, gehört da noch zu den kleineren Problemen. Viel schlimmer sind die Existenzängste, gerade für Spieler in der dritten Liga: "Wir üben den für mich besten Beruf der Welt aus, und nicht jeder Verein hat Millionen auf der hohen Kante und wird die Krise bewältigen. Klar, dass sich die Spieler da Gedanken machen", sagt Kraus. Natürlich hofft er, dass noch möglichst lange gespielt wird. Am besten irgendwann wieder vor vielen Zuschauern. Doch da hat der Vizekapitän der Roten Teufel, trotz der Ankündigung eines Impfstoffes, seine Zweifel: "Es gibt bestimmt viele Menschen, die sich nicht impfen lassen. Dann ist halt die Frage, ob es wieder volle Stadien geben wird."

Kevin Kraus (Foto: Imago, imago images/osnapix)
Verteidiger Kevin Kraus will sich auch öfter ins Offensivspiel einschalten und hat sich vorgenommen, mehr Tore nach Eckbällen zu köpfen. Imago imago images/osnapix

Gegen Magdeburg nachlegen

Fakt ist, im Heimspiel gegen den 1.FC Magdeburg wird die Westkurve wie das gesamte Fritz-Walter Stadion leer bleiben. Den nächsten Sieg haben sich Kevin Kraus und das Team aber dennoch fest vorgenommen: "Definitiv, wir gehen in das Spiel, um die drei Punkte hierzubehalten. In der Trainingswoche war schon sehr viel Feuer drin. Letztendlich wird die Tagesform entscheiden, aber wir wollen das Ding für uns ziehen."

Fußball | Podcast Nur der FCK - der SWR Sport Podcast

Wir reden darüber, was die Roten Teufel bewegt. Mit dabei sind Spieler, auch der Trainer, Leute aus dem Verein, ehemalige Rote Teufel und natürlich Betze-Fans. Euer 1. FC Kaiserslautern ganz nah, ganz persönlich, ganz überraschend - mit Stefan Kersthold und Sebastian Zobel. Inside FCK, jede Woche neu.  mehr...

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