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Der 1. FC Kaiserslautern verbringt sein Trainingslager im türkischen Belek. FCK-Trainer Schommers will dabei vor allem an den Standardsituationen mit seiner Mannschaft feilen.

Freitag ist der große Anreisetag. Während einige Fans schon um kurz vor 5 Uhr am Morgen im Flieger Richtung Türkei saßen, machten sich die Profis des 1. FC Kaiserslautern am Mittag auf den Weg ins Trainingslager. Das erste Training ist für Samstag angesetzt. Vor der Abreise wollte sich FCK-Trainer Boris Schommers kein konkretes Ziel für die restlichen Saisonspiele in der 3. Liga entlocken lassen. Auf die Frage, ob er das "Wort mit A" (eine Anspielung auf einen möglichen Aufstieg) in den Mund nehmen würde, antwortete Schommers trocken: "Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir mit dem Abstieg nichts mehr zu tun haben werden."

Schommers will an Standards arbeiten

Das liegt auch daran, dass Schommers die Mannschaft defensiv stabilisiert hat. Doch mit einer Sache kann und will der Trainer nicht zufrieden sein: Standardsituationen. Zu häufig kassieren die Roten Teufel Gegentore nach ruhenden Bällen. Dieses Thema will Schommers mit seinen Spielern in Belek intensiv angehen: "Letztendlich wollen wir auch an unserer Standardschwäche arbeiten, da werden wir viel Zeit investieren. Gleichzeitig haben wir in den letzten Wochen relativ gut gegen den Ball gestanden, haben wenig zugelassen. Da wird weiter dran gearbeitet, dass das auch so bleibt."

Stichwort Standards: Die FCK-Fans hätten sicher auch nichts dagegen, wenn ihre Mannschaft die ruhenden Bälle nicht nur besser verteidigt, sondern auch selbst gefährlicher nach Ecken und Freistößen wird.

FCK will Lauf fortsetzen und sich spielerisch steigern

Der FCK hat einen Lauf. Seit sechs Spielen ungeschlagen, fünf Spiele davon gewonnen. Unterbrochen wurde der Lauf nur von der Winterpause. Jetzt gilt es für die Lauterer, wieder dort anzuknüpfen, wo sie vor Weihnachten aufgehört haben. Das dürfte im neuen Jahr nicht einfacher werden.

Seit 6. Januar trainieren die Roten Teufel wieder. Boris Schommers rechnet damit, dass die Gegner den FCK jetzt nicht mehr unterschätzen werden, "von daher kann ich mir auch vorstellen, dass die eine oder andere Mannschaft mal ein bisschen tiefer steht und mehr Bedacht auf die Verteidigung legt. Da werden die Räume dann enger und dementsprechend müssen wir das dann spielerisch besser lösen, um uns weiterhin Torchancen und Tore zu erspielen."

Neuzugang Hikmet Ciftci reist mit ins Trainingslager

Um sich spielerisch zu steigern, hat der FCK durch seinen ersten Winter-Neuzugang die Konkurrenzsituation im Mittelfeld erhöht. Hikmet Ciftci kommt ablösefrei aus Aue und reist direkt mit den Roten Teufeln ins Trainingslager. Ciftci und das FCK-Trainergespann Boris Schommers und Kevin McKenna kennen sich bereits bestens aus gemeinsamen Tagen beim Nachwuchs des 1. FC Köln. Ob der türkische U21-Nationalspieler dem FCK direkt weiterhelfen kann, bleibt abzuwarten. Bislang hat Ciftci erst einen Kurzeinsatz in der 2. Liga auf dem Buckel und kam ansonsten vor allem in der Regionalliga zum Einsatz.

Zwei Testspiele im Trainingslager

Auf dem Programm im Trainingslager stehen auch zwei Testspiele. Am 12. Januar trifft der FCK auf den Schweizer Zweitligisten FC Aarau, am 17. Januar kommt es zum Kräftemessen mit dem Club MTK Budapest. Die Ungarn spielen zwar ebenfalls in der zweiten Liga, waren aber schon 23 mal ungarischer Meister. Jetzt steht MTK an der Spitze der Tabelle und peilt den direkten Wiederaufstieg ins ungarische Oberhaus an.

Großaspach kommt auf den Betze

Der 1. FC Kaiserslautern bleibt bis zum 18. Januar im Trainingslager in Belek, bevor es wieder zurück in die Heimat geht. Am 21. Januar kommt dann noch Regionalligist FK Pirmasens für ein Testspiel nach Kaiserslautern, bevor die Saison in der 3. Liga für die Roten Teufel am 27. Januar mit einem Heimspiel gegen Großaspach weitergeht.

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