Mario Basler wird im Dezember 50 Jahre alt (Foto: Imago, teutopress GmbH)

1. FC Kaiserslautern | Porträt "Super Mario" Basler wurde 50 Jahre alt

Mario Basler war Europameister (1996 ohne Einsatz), deutscher Meister und Pokalsieger mit dem FC Bayern München und Torschützenkönig (1995). Jetzt wird "Super Mario" 50 Jahre alt.

Geboren wurde Mario Basler am 18. Dezember 1968 in Neustadt an der Weinstraße. Als talentierter Kicker war da der Wechsel auf den nur rund 40 Kilometer entfernten Kaiserslauterer Betzenberg naheliegend. Bei seinem Wechsel zum 1. FC Kaiserslautern war Basler 16 Jahre alt. Bei den Senioren reichte es dann aber nur noch zu einem Einsatz.

Weil Basler auf dem Betzenberg nicht weiterkam, wechselte er in die 2. Bundesliga zu Rot-Weiss Essen. "Es gibt ja ein schönes Sprichwort: Der Pophet im eigenen Land zählt nichts. Darum habe ich mich entschieden, wegzugehen", bilanziert Basler rückblickend. Hertha BSC hieß die nächste Station, auch die Berliner spielten damals in der zweiten Liga. Dort wurde der große Otto Rehhagel auf den Kunstschützen aufmerksam und lotste ihn zu Werder Bremen. "Ich habe ihn gefunden, ich habe Mario Basler zu dem gemacht, was er später wurde", sagte "König Otto" noch Jahre später voller Stolz.

Dauer

Basler war immer von sich überzeugt

Otto Rehhagel wurde zum größten Förderer von Mario Basler. Er war es, der dem Pfälzer so manchen "Fehltritt" verzieh, der seine Eskapaden - bei entsprechender Gegenleistung auf dem Platz - tolerierte. Und es war auch Rehhagel, der seinen Lieblingsschützling nach seiner unrühmlichen Suspendierung beim FC Bayern München wieder zu den Roten Teufeln holte.

Stichwort Bayern: Trotz des in der Nachspielzeit verlorenen Champions-League-Finales 1999 gegen Manchester United (nach Führung durch Mario Basler), sprach "Super Mario" später vom absoluten Highlight seiner Karriere. Und dass trotz zweier Meisterschaften, einem Pokalsieg sowie insgesamt 30 Länderspielen zwischen 1994 und 1998.

Unrühmliches Ende beim FC Bayern

Über die Gründe des unfreiwilligen Abschieds bei den Bayern, nur wenige Monate nach dem verpassten Champions-League-Titel, gibt es nach wie vor zwei Meinungen: Der Klub begründete die Suspendierung mit Baslers Anwesenheit bei einer nächtlichen Wirtshausrangelei. Laut Bayern-Manager Uli Hoeneß soll es während Baslers Zeit in München des Öfteren private Verfehlungen des Spielers gegeben haben – was Basler noch heute anders sieht: "Das war natürlich ein trauriger Abgang, ganz klar. Aber vielleicht nur die Folge dessen, dass ich meinen Vertrag bei den Bayern nicht verlängert hatte", sagte Basler später in einem Interview.

Aber es gab ja noch Otto Rehhagel - mittlerweile Trainer beim 1. FC Kaiserslautern. Er holte "seinen Mario" zurück auf den Betzenberg. Es folgten, zunächst mit Coch Rehhagel, vier durchaus erfolgreiche Jahre und damit die längste Zeit bei ein und demselben Klub. Zum Abschluss seiner aktiven Profikarriere zog es Mario Basler dann noch einmal für ein Jahr in die Wüste, nach Katar. "Das war eine schöne Zeit, immer schönes Wetter. Ich wäre auch gerne länger dageblieben", meinte Basler. Danach versuchte er sich als Trainer: Regensburg, Trier, Burghausen, Oberhausen und Rot Weiss Frankfurt hießen hier die meist tieferklassigen Klubs. Der große Durchbruch blieb mangels Erfolg allerdings aus.

Basler versucht sich als TV-Experte und Comedian

Wo Basler stets zur Höchstform auflief, war im Fernsehstudio als gern gesehener Experte und Kritiker. Immer geradeaus, immer einen flotten Spruch auf den Lippen - so, wie er in aktiven Zeiten auch auf dem Platz unterwegs war. Beispielsweise als er, nach dem desolaten Auftritt der deutschen Kicker bei der WM in Russland, die Körpersprache von Mesut Özil mit der eines toten Froschs verglichen hat.

Damit es Super Mario neben seinen TV-Auftritten (unter anderem auch bei der vierten Staffel von "Promi Big Brother") nicht langweilig wird, hat er neben seinen Einsätzen als Spieler und (kein Witz) als Torwart für den Verbandsligisten TuS Rüssingen, neben der Teilnahme an der Promi-Darts-WM und an der World Series of Poker in Las Vegas jetzt ein neues Standbein entdeckt: "Basler ballert – 90 Minuten plus Nachspielzeit" heißt das erste Comedy-Programm des Ex - Kickers. Die Premiere fand unlängst in Kaiserslautern statt. "Fürs erste Mal war es ganz in Ordnung. Es ist ja nicht so, dass man das tagtäglich vorher gemacht hat. Es war ja für mich auch etwas ganz neues und ich glaube schon, dass ich die Leute damit ganz gut unterhalten habe", resümierte Basler.

Wir sind gespannt, was in Zukunft noch alles kommt. In diesem Sinne, alles Gute zum 50., Mario Basler.

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