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Der 1. FC Heidenheim hat den Aufstieg in die Bundesliga knapp verpasst. Die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt kam im Spiel gegen Werder Bremen nicht über ein 2:2 hinaus. Damit hat der FCH den größten Erfolg der Vereinsgeschichte verpasst.

Im Endspiel um den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga hat der 1. FC Heidenheim gegen Werder Bremen zwar unentschieden gespielt, doch aufgrund der Auswärtstorregel bleibt der FCH in der 2. Bundesliga. Werder Bremen hat den Klassenverbleib hingegen geschafft. "Das ist natürlich extrem bitter. Wir kommen zweimal gut zurück, am Ende fehlt die Zeit", sagte Tim Kleindienst nach der Partie.

Der 1. FC Heidenheim startete holprig in die Partie. Gleich zu Beginn des Relegations-Rückspiels war es Werder Bremen, die mit Druck nach vorne spielten und mit Rashica und Sargent vor dem Heidenheimer Tor auftauchten. Norman Theuerkauf wollte daraufhin klären, schoss den Ball allerdings präzise ins eigene Tor (3. Minute). Durch Werders Auswärtstreffer hätten die Gastgeber danach zwei eigene Tore für den zum Aufstieg nötigen Sieg gebraucht.

Heidenheim anfangs nervös, Schnatterer konnte keine Akzente setzen

Bei Heidenheim, das erst seit 2014 in der 2. Liga spielt, war eine gewisse Nervosität zunächst unübersehbar. Erst als sich Bremen nach einer halben Stunde immer weiter zurückzog, kamen die Gastgeber besser ins Spiel - ohne torgefährlich zu werden. Auch Kapitän Marc Schnatterer, der in die Startelf rückte, konnte keine Akzente setzen. Nach der Pause blieben Schnatterer und Denis Thomalla draußen. Die dafür eingewechselten Stefan Schimmer und David Otto hatten gleich gute Möglichkeiten.

Heidenheim kam dann kurz vor Schluss noch zum Ausgleich durch Tim Kleindienst (85.), doch Werder schoss durch Ludwig Augustinsson (90.+4) ein zweites Tor. Das späte 2:2 durch einen Foulelfmeter von Kleindienst (90.+6) konnten die Gäste dann dank der Auswärtstorregel verschmerzen. "Wir haben kein Spiel verloren und es trotzdem nicht geschafft, das ist brutal", sagte FCH-Kapitän Marc Schnatterer nach der Partie bei DAZN.

Mit gesenktem Kopf schritt Trainer-Urgestein Frank Schmidt nach Abpfiff über den Platz. Seit der Wiedereinführung der Relegation 2009 setzte sich damit in neun von zwölf Fällen der Bundesligist durch. "Wir haben eine große Chance gehabt, wir sind mega enttäuscht", sagte Schmidt. "Auch heute war wieder alles möglich. Bremen ist in Führung gegangen, hat sich zurückgezogen und auf Konter gelauert. Eigentlich müssen wir schon nach der Halbzeit das 1:1 machen. Wir hatten zwei gute Möglichkeiten. Werder hat logischerweise viel auf Zeit gespielt, was völlig legitim ist. Natürlich ist jetzt eine Enttäuschung da, aber wir dürfen uns nicht als Verlierer fühlen", so Schmidt weiter.

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Fans im Stadion sorgten kurzzeitig für Aufsehen

Während des Spiels hat außerdem ein kurzzeitiger Besuch von Fußballfans auf der Tribüne für Aufsehen gesorgt. Mitte der zweiten Halbzeit standen und saßen am Montagabend plötzlich etwa 50 Zuschauer auf der Haupttribüne. Wie sie ins Stadion kamen, war zunächst unklar. Nach den coronabedingten Hygiene- und Sicherheitsvorschriften sind derzeit keine Fans in den Stadien zugelassen. Nach wenigen Minuten wurden die Zuschauer von Ordnern wieder aus der Arena geleitet.

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