Heidenheim in Bremen  (Foto: Imago/Nordphoto)

Fußball | 2. Bundesliga

Niederlage in Bremen: Heidenheim erst ohne Glück, dann mit Pech

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Der 1. FC Heidenheim hat beim Gastspiel bei Werder Bremen erst kein Glück, dann kommt auch noch Pech dazu. Denn die Heidenheimer scheitern am Aluminium, der Abseitsregel und einem Eigentor.

Der 1. FC Heidenheim hat am Freitag eine Niederlage bei Werder Bremen kassiert. Das Team von Trainer Frank Schmidt verlor im Weserstadion deutlich mit 0:3 (0:0). Marco Friedl (50. Minute) brachte die Gastgeber in Führung, Marvin Ducksch erhöhte nur zwei Minuten später auf 2:0. Für die Entscheidung sorgte Denis Thomalla - der Heidenheimer köpfte unhaltbar zum 0:3 ein (64.). Das aber waren nicht die einzigen Tore der Gäste: Die Treffer in der 39. und 54. Minute zählten wegen Abseitspositionen allerdings nicht.

"Die zweite Halbzeit ist ein bisschen zum Kotzen und das Gegenteil von dem, was wir die letzten Wochen erlebt haben, und deswegen ist es eine bittere Niederlage."

Leipertz von Beginn an

Dabei hätte es für die Heidenheimer der perfekte Freitagabend werden können - mit einem Sieg und dem Sprung an die Tabellenspitze. Für die Mission Auswärtssieg setzte Trainer Schmidt in der Offensive auf Robert Leipertz, Maurice Malone musste zunächst auf der Bank Platz nehmen. Und der Plan schien aufzugehen. Denn die erste gute Chance für die Heidenheimer hatte Leipertz, der über die rechte Seite in den Strafraum dribbelte und dort erst am Bremer Schlussmann Michael Zetterer scheiterte (23.).

Die Abteilung Offensive der Gastgeber kam im Gegenzug immer wieder über Ducksch (20./24.), der aber an fehlender Präzision oder der Hintermannschaft der Heidenheimer scheiterte. Die stand kompakt, verteidigte konsequent und lauerte immer wieder auf Kontersituationen, um Leipertz oder Tim Kleindienst in Szene zu setzen.

Pech für Kleindienst

In der 38. Minute gelang das nach einer Flanke beinahe in Perfektion, Kleindienst aber setzte den Flugkopfball aus knapp 15 Metern an den Pfosten. Für den Routinier war das bereits der neunte Aluminium-Treffer in dieser Saison. Nur eine Minute später traf Thomalla dann ins Tor, stand aber deutlich im Abseits, der Treffer zählte nicht. Die Heidenheimer hatten die besseren Chancen im ersten Durchgang, dennoch ging es ohne Tore in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel dürften sich dann all die geärgert haben, die im Bremer Weserstadion noch für ein Kaltgetränk anstanden und den Beginn der zweiten Halbzeit verpassten. Denn nach einem Freistoß von Ducksch drückte Friedl den Ball über die Linie - 1:0 für Werder (50.). Mit der Bremer Führung begannen die spektakulärsten Minuten der Partie.

Vier Minuten, drei Tore

Nicht einmal zwei Minuten später passte Heidenheims Keeper Kevin Müller direkt in die Füße von Nicolai Rapp. Der ehemaliger Darmstädter schaltete blitzschnell, bediente Ducksch, der den Ball flach zum 2:0 einschieben konnte (52.). Trainer Schmidt wirkte an der Außenlinie sichtlich gequält, den 30 mitgereisten Fans dürfte es ähnlich ergangen sein.

Doch ihr Team auf dem Platz? Zeigte sich unbeeindruckt vom Bremer Doppelschlag und machte das Spiel jetzt einfach selbst schnell. Kleindienst köpfte den Ball zum Anschlusstreffer ins Bremer Tor (54.). Doch auch dieser Treffer zählte nicht, weil der Heidenheimer minimal im Abseits stand.

Eigentor als Schlusspunkt

Sie wirkten nun nicht mehr nur glücklos, sondern hatten auch noch Pech: Thomalla lenkte die Flanke von Ducksch über die Linie, Eigentor und das 0:3 aus Sicht der Gäste (64.). Zwar versuchte Coach Schmidt mit mehreren Wechseln, etwa mit Malone, der noch in die Partie kam, seinem Team noch einmal neue Impulse zu geben, an der deutlichen Niederlage aber änderte das nichts mehr.

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