Frank Schmidt (Trainer, Cheftrainer, FCH) und Marvin Lee Rittmüller freuen sich (Foto: IMAGO, IMAGO / foto2press)

Teamcheck 2. Bundesliga

1. FC Heidenheim: Der Trainer bleibt - die Topspieler gehen

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Anna Klär

Zumindest auf der Trainerposition gibt es beim 1. FC Heidenheim erwartungsgemäß nichts Neues. Im Kader hat sich dafür einiges getan.

So lief die vergangene Saison

Alles in allem: Positiv. So zumindest lautete Trainer Frank Schmidt Fazit nach der abgelaufenen Saison. 15 Siege, zwölf Niederlagen und sieben Unentschieden bedeuteten am Ende Rang sechs. Damit war man zwei Plätze besser als noch im Vorjahr. Die erste kleine Schwächephase leisteten sich die Heidenheimer bereits recht früh in der Saison. Gegen St.Pauli, Bremen und Nürnberg verloren sie an drei Spieltagen in Folge deutlich und fielen zwischenzeitlich auf den elften Platz zurück.

Umso erstaunlicher, dass sich der FCH am 19. Spieltag auf Platz drei und damit auf den Relegationsrang vorgearbeitet hatte. Der Kontakt zur Tabellenspitze war lange da. Wäre also noch mehr drin gewesen als ein sechster Platz?

"Von den ersten elf Mannschaften haben wir mit Abstand die wenigsten Tore geschossen", ordnet Coach Frank Schmidt die Situation gegenüber der "Stuttgarter Zeitung" ein, "wenn wir die Abgezockheit der vor uns platzierten Mannschaften hätten, wäre sicher auch mehr möglich gewesen". Aber Platz sechs wolle er damit gar nicht negativ bewerten, denn immerhin müsse man sich fragen, "warum es uns jedes Jahr gelingt, eine gute, sorgenfreie Saison zu spielen?"

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Wer kommt? Wer geht?

Hart getroffen hat die Heidenheimer wohl vor allem der Weggang ihrer beiden Leistungsträger Tobias Mohr und Robert Leipertz. Mohr, mit acht Treffern zweitbester Torschütze, verlässt den Verein in Richtung Schalke und spielt ab der neuen Saison in der Bundesliga. Leipertz, der sechs Tore und damit die drittmeisten Heidenheimer Treffer erzielte, bleibt der Liga treu und wechselt zum Konkurrenten aus Paderborn. Ebenfalls nicht mehr im Kader sind Oliver Hüsing (Arminia Bielefeld), Kontantin Kerschbaumer (Wolfsberger AC), Julian Stark (SC Freiburg II), Tim Seifert (Berliner AK), Maurice Malone (FC Augsburg, Leihende) und Gianni Mollo (noch unklar).

Um die Lücke auf der rechten Außenbahn zu füllen, die Mohr und Leipertz hinterlassen, verpflichteten die Heidenheimer den 23-jährigen Jan-Niklas Beste. Nach zwei Jahren Leihe bei Jahn Regensburg wäre der eigentlich diesen Sommer wieder zurück zu seinem Stammverein Werder Bremen gegangen, jetzt hat er einen Dreijahresvertrag beim FCH unterschrieben.

Außerdem konnte der Verein Thomas Keller (FC Ingolstadt), Lennard Maloney (Borussia Dortmund II), Adrian Beck (SSV Ulm) und Tim Köther (Düsseldorf II) neu verpflichten. Merveille Biankadi (1860 München) und Florian Pick (Ingolstadt) kehren nach Ausleihen zurück. Aus der eigenen U19 schafften dazu noch Mert Arsland und Elidon Qenaj den Sprung zu den Profis.

Der Trainer

Auf der Trainerposition bleibt, wie schon in den letzten 15 Jahren, alles beim Alten. Im September 2007 übernahm Frank Schmidt den Job zunächst interimsmäßig von Dieter Märkle. Vorgesehen war ursprünglich ein Vertrag bis zur Winterpause, aber Frank Schmidt sitzt immer noch auf der Bank und ist damit der dienstälteste Coach in der 2. Liga.

Der 48-Jährige ist durch und durch Heidenheimer. Er ist dort geboren, spielte von 2003 bis 2007 selbst im Verein und übernahm im Anschluss an die Spielerkarriere unmittelbar den Trainerposten. Damals kickte der 1. FC Heidenheim noch in der Oberliga Baden-Württemberg, 2014 gelang dann der direkte Aufstieg in die 2. Liga. Sein Vertrag wurde im letzten Jahr vorzeitig bis 2027 verlängert.

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Erwartungen an die Saison

Auch wenn die Heidenheimer in den vergangenen vier Spielzeiten immer einen Platz unter den Top Ten belegen konnten und in der Saison 19/20 sogar in der Relegation um den Aufstieg in die Bundesliga kämpften, ist dieser in der kommenden Spielzeit kein Thema. "Wir wollen die ersten 17 Spiele bis zur WM-Pause nutzen, um die Weichen für eine möglichst sorgenfreie und erfolgreiche Saison zu stellen", erklärt Frank Schmidt. "Der HSV ist Topfavorit. Genauso wie die beiden Absteiger Bielefeld und Fürth."

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