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Nach dem Sieg beim Hamburger SV grüßt der 1. FC Heidenheim vorübergehend vom Relegationsplatz der 2. Bundesliga. Trotz des Höhenflugs will bei den Schwaben noch niemand vom Aufstieg sprechen.

Auf rund 550 Metern über dem Meeresspiegel liegt das Stadion des 1. FC Heidenheim. Damit ist es die höchste Spielstätte eines baden-württembergischen Fußballvereins aus den ersten drei Ligen. Ob die geographische Höhenlage am Rande der Schwäbischen Alb etwas mit dem momentanen Höhenflug des FCH zu tun hat, ist nicht geklärt. Fest steht: Die Heidenheimer befinden sich nach dem 16. Spieltag der 2. Bundesliga mitten im Aufstiegsrennen.

Heidenheim siegt überraschend in Hamburg

Überglücklich war die Mannschaft von Frank Schmidt am Freitagabend in Hamburg. Gegen den HSV hatten die Heidenheimer in der 82. Minute durch Jonas Föhrenbach das goldene Tor erzielt. Zehn Minuten später folgte der Abpfiff. Der FCH hatte überraschend mit 1:0 beim Tabellenzweiten aus Hamburg gewonnen.

"Vor so einem Spiel muss man an die eigene Stärke glauben und mental unglaublich stark sein, weil viele Dinge gegen eine so spielerisch starke Mannschaft schwerfallen. Aber wir haben uns vor dem Spiel gesagt, es wird Zeit, dass wir auswärts mal wieder was mitnehmen. Dass es jetzt drei Punkte geworden sind, ist überragend", sagte Heidenheim Trainer Frank Schmidt nach der Partie.

Doch auch wenn man gegen den Hamburger SV gewinnen konnte, bleibt Schmidt realistisch. Er möchte auch in Zukunft "nicht so viel erzählen" sondern "Demut mitbringen und zufrieden sein, dass wir 26 Punkte haben und einfach weitermachen".

Heidenheims Bilanz: vier Siege in den letzten fünf Spielen

Dabei hätten die Heidenheimer Grund stolz zu sein. Der Erfolg gegen den HSV war kein positiver Ausrutscher. In den letzten sieben Liga-Spielen kassierten die Heidenheimer nur eine Niederlage. Mit 26 Punkten steht die Mannschaft von Coach Schmidt vorübergehend auf dem dritten Tabellenplatz. Nur drei Punkte fehlen bis zu einem direkten Aufstiegsrang.

Zwar kann der VfB Stuttgart mit einem Punktgewinn am Montagabend gegen Nürnberg noch an Heidenheim vorbeiziehen, am Aufstiegskampf nehmen die Schwaben vom Brenztal aber auf jeden Fall teil.

Einen Grund für den Höhenflug der Heidenheimer sieht Stürmer Tim Kleindienst im besonderen Heidenheimer Teamgeist: "Es ist ein ganz besonderer Verein, so wie er in sich lebt: dieser Zusammenhalt, diese Familie. Es geht in Heidenheim einfach auch um die zwischenmenschlichen Beziehungen. Die stehen da an oberster Stelle. Das ist leider nicht überall so im deutschen Fußball."

Vom Aufstieg möchte Kleindienst jedoch nicht reden. "Wir befinden uns noch nicht mal in der Mitte der Saison. Natürlich stehen wir gerade enorm gut da, aber unser Anspruch ist es einfach, Woche für Woche abzuliefern, das bestmögliche jede Woche zu erreichen. Für was es dann am Ende reicht, das sehen wir am 34. Spieltag", äußerte sich Kleindienst bei SWR Sport Baden-Württemberg am Sonntagabend.

Aufstiegsduell? Heidenheim empfängt Bielefeld

Einfacher als gegen den Hamburger SV wird es für die Heidenheimer erst mal nicht. Am Samstag (13:00 Uhr, Ausschnitte in SWR1 Stadion) empfangen die Schwaben Tabellenführer Arminia Bielefeld in Heidenheim. Was gegen die Arminia möglich ist, wird man dann sehen. Das Bielefelder Stadion auf der "Alm" jedenfalls liegt nur rund 120 Meter über dem Meeresspiegel.

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