Frank Schmidt (Foto: SWR)

DFB-Pokal | 1. FC Heidenheim Frank Schmidt weiß, wie man die Bayern schlägt

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Kaum fällt der Name "Vestenbergsgreuth" - und der Fußballfan weiß Bescheid. Die Pokal-Blamage der Bayern 1994. Damals mit dabei: Frank Schmidt, heute Trainer in Heidenheim. Jetzt will er die Bayern wieder schlagen.

Als Oliver Kahn, Lothar Matthäus und Co. am 14.08.1994 in der ersten Pokalrunde beim Drittligisten TSV Vestenbergsgreuth antraten, glaubte niemand an eine Pokal-Sensation. Aber der große FC Bayern München und seine Stars wurden von den Amateuren niedergekämpft. Es war eine der größten Sensationen in der Geschichte des DFB-Pokals. Damals haben die Fußball-Clubs noch mit Libero gespielt. Der Libero von Vestenbergsgreuth hieß: Frank Schmidt.

"Schön, wenn es etwas gibt, woran man immer erinnert wird."

Frank Schmidt, 1. FC Heidenheim

Etwa 25 Jahre später stehen sich Frank Schmidt und der FC Bayern München erneut im DFB-Pokal gegenüber - diesmal im Viertelfinale am Mittwoch Abend (18:30 Uhr) in der Allianz Arena. Schmidt ist nicht mehr der Libero von einst, sondern Trainer des 1. FC Heidenheim. Und dieses Mal ist der Rekordmeister gewarnt. Heidenheim hat im Achtelfinale Bayer Leverkusen mit 2:1 besiegt. Auch gegen die Über-Bayern will Frank Schmidt sein Team nicht nur verteidigen lassen.

"Nur zu verteidigen funktioniert nicht. Wir wollen einen mutigen Auftritt hinlegen."

Frank Schmidt, 1. FC Heidenheim

Der 1. FC Heidenheim reist also mit Respekt, aber nicht ängstlich nach München. Etwa 8.000 Fans werden von der Ostalb in die Münchner Arena pilgern. Sie hoffen natürlich auf eine Sensation, aber für die Bayern sind die Heidenheimer keine Unbekannten. Weltmeister Mats Hummels kennt Frank Schmidts Truppe erstaunlich gut.

"Sie sind eine spielerisch gute Mannschaft, vor allem vorne. Schnatterer - legendär."

Mats Hummels, FC Bayern München
Mats Hummels, FC Bayern München  (Foto: Imago, imago images / DeFodi)
Mats Hummels vom FC Bayern ist über den Pokalgegner aus Heidenheim informiert Imago imago images / DeFodi

Für Heidenheim, aktuell Tabellen-Sechster in der 2. Bundesliga, ist diese Pokal-Viertelfinalpartie das größte Spiel der Vereinsgeschichte. Aus diesem Grund durften bis zum vergangenen Wochenende die Begriffe "Pokal" und "FC Bayern" in der Kabine nicht ausgesprochen werden. Die Konzentration auf die 2. Bundesliga sollte nicht gestört werden. Wenn ab Mittwoch aber Fußball-Deutschland von einer Pokal-Sensation spricht, hätte Frank Schmidt wohl nichts dagegen.

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