Kapitän Marc Schnatterer fehlt seinem Team in den beiden letzten Spielen des Jahres. (Foto: SWR, imago/Eibner)

2. Bundesliga | 1. FC Heidenheim Kann Heidenheim auch ohne Marc Schnatterer?

In der zweiten Liga hat sich der 1.FC Heidenheim in der Verfolgergruppe um die Aufstiegsaspiranten etabliert. Für die restlichen Hinrunde wird allerdings ein wichtiger Mann fehlen.

Mehr als 10.000 Zuschauer, beste Vorweihnachtsstimmung und fünf Tore in einem Spiel – vier davon für den 1. FC Heidenheim. Es läuft beim Zweitligisten auf der schwäbischen Alb. Das 4:1 gegen den MSV Duisburg bestätigt, dass Trainer Frank Schmidt auch im zwölften Jahr Mittel und Wege findet,  um eine gute Rolle in der 2. Bundesliga zu spielen. Sein wichtigster Mann auf dem Platz ist Kapitän Marc Schnatterer – des Trainers verlängerter Arm.

Das Team von Trainer Frank Schmidt belegt momentan den sechsten Platz in der Tabelle, nur zwei Punkte trennen sie von Union Berlin auf Relegationsrang drei. Auch Topscorer Marc Schnatterer trug sich mit seinem verwandelten Elfmeter zum zwischenzeitlichen 3:0 in die Torschützenliste ein. Für die restlichen beiden Spiele gegen Ingolstadt und Bielefeld wird der Kapitän seinem Team allerdings fehlen.

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Zweite Verletzung in zehn Jahren

Bisher verpasste Schnatterer lediglich zwei Spiele in seinen zehn Jahren bei den Heidenheimern. Im Frühjahr dieses Jahres zwang ihn ein Muskelfaserriss zum Zuschauen. Jetzt fällt er wieder zwei Spiele aus, gegen Duisburg zog er sich in den Schlussminuten einen Einriss der Fußsohlenfaszie zu, das Fußballjahr 2018 ist damit für ihn vorzeitig beendet. Der 33-Jährige ist mehr als "nur" Kapitän. Mit sieben Toren ist er nicht nur einer der Toptorjäger der Schwaben, seine sieben Vorlagen sind ebenfalls die meisten seines Teams.

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Rekordhalter

Seit Sommer 2008 ist Schnatterer in Heidenheim zu Hause. Große Gedanken an einen Wechsel hatte er nie. Der in Heilbronn geborene Stürmer gilt als sehr bodenständig, Trainer Schmidt schätzt ihn sehr, seit Jahren gelten sie als die beiden Konstanten an der Brenz. Beide stehen auch für den Erfolg der letzten Jahre, gemeinsam feierten sie erst den Aufstieg in die 3. Liga 2012, fünf Jahre später dann den Sprung in Liga zwei. In 150 Zweitligapartien schoss Schnatterer 43 Tore, 52 Mal legte er für einen Mitspieler auf - alles Rekordwerte im Verein.

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Platz sechs bestes Ergebnis

Als Schnatterer im April und Mai jene zwei Spiele verpasste, gewann sein Team ein Spiel, das andere ging verloren. Der sechste Platz aus der Saison 2016/17 ist bisher die beste Platzierung der Heidenheimer in der 2. Bundesliga, bei der aktuellen Leistung des Teams ist sogar ein noch besseres Abschneiden möglich, Schmidt und Schnatterer wissen zumindest, wie man aufsteigt.

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