Schießt Robert Glatzel den 1. FC Heidenheim in die Bundesliga?  (Foto: Imago, Eibner-Pressefoto/Sascha Walther)

Fußball | 2. Bundesliga Schießt Robert Glatzel Heidenheim in die Bundesliga?

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Am Freitag (18.30 Uhr) spielt der 1. FC Heidenheim bei der SpVgg Greuther Fürth und hofft, dass Top-Torjäger Robert Glatzel seine Treffsicherheit beibehält.

Der junge Mann im Heidenheimer Angriff ähnelt verblüffend seinem weitaus bekannteren Stürmerkollegen Sandro Wagner. Die dunklen Haare, großgewachsen, der kräftige Bewegungsablauf und die Torgefährlichkeit: Von der Tribüne aus könnte man Robert Glatzel doch glatt mit dem früheren Nationalstürmer der TSG Hoffenheim und des FC Bayern München verwechseln.

Der Unterschied: Während Wagner im Alter von 31 Jahren seine Profikarriere in der chinesischen Fußballliga ausklingen lässt, steht der 25-jährige Glatzel möglicherweise vor einer verheißungsvollen Zukunft in der Bundesliga. Und das möglichwerweise im Trikot des 1. FC Heidenheim?

Eine überragende Zwischenbilanz

Fakt ist, dass Glatzel, der 2017 vom 1. FC Kaiserslautern ins schwäbische Brenztal geholt wurde, seine bislang beste Saison als Profi spielt. Elf Tore in gerade einmal 14 Zweitligaspielen, eine überragende Zwischenbilanz. Glatzels Lauf ist mit ein Grund dafür, dass auch die Heidenheimer als Team ihre bislang erfolgreichste Runde in der 2. Liga spielen und als Tabellenvierter hartnäckig ans Bundesligator klopfen.

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Mit dem "nötigen Selbstvertrauen"

Zuletzt gelangen dem Angreifer zwei Tore beim 2:1 in Darmstadt und ein wunderschöner Treffer beim 2:2 daheim gegen den Hamburger SV. Für Robert Glatzel läuft es zur Zeit sensationell gut: "Ich werde sehr gut in Szene gesetzt, ich profitiere davon, dass wir in dieser Saison den Ball viel besser laufen lassen", so der gebürtige Münchner gegenüber SWR Sport zu seiner Formkurve im Höhenflug. Und, ganz wichtig: "Jetzt habe ich auch das nötige Selbstvertrauen, um erfolgreich zu sein."

Erfolgreich mit dem 1. FC Heidenheim. Und jetzt noch rauf in die Bundesliga mit dem 1. FC Heidenheim? In diesem Punkt zeigt sich Glatzel eher zurückhaltend: "Wir blenden das aus, wir wollen Woche für Woche gegen jeden Gegner unser bestes Gesicht zeigen und gewinnen".

Auch FCH-Trainer Frank Schmidt schwärmt geradezu von der fulminanten Entwicklung seines Mittelstürmers: "Er trifft, auf ihn können wir uns verlassen, er spielt auch gut gegen den Ball, er hat sich bei uns auch eine gute Körpersprache antrainiert". Und, so Schmidt, auch technisch habe Glatzel einiges drauf: "Trotz seiner Körpergröße kann er jederzeit auf engstem Raum auch einen Gegner ausspielen."

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Ein Gesamtpaket an feinsten körperlichen und fußballerischen Qualitäten also, die Glatzel auch für die Bundesliga mit jeder Woche interessanter machen. Bundesliga? Am liebsten dann natürlich mit Heidenheim. Zumal der frühere Kaiserslauterer mit 25 noch im besten Alter ist, noch genügend Entwicklungspotenzial in sich birgt, um auch in der Erstklassigkeit viele Tore zu schießen.

Und spätestens dann würde man Robert Glatzel auf Anhieb als den Bundesligastürmer Robert Glatzel erkennen. Und nicht als den Angreifer aus Heidenheim, der einem Sandro Wagner so sehr ähnelt.

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