Franck Ribery (M) von München kämpft mit Marnon Busch von Heidenheim um den Ball (Foto: picture-alliance / Reportdienste, Picture Alliance)

Fußball | DFB-Pokal Heidenheim ärgert die Bayern und schnuppert an der Sensation

Was für ein Fight: Der 1. FC Heidenheim schnupperte lange an der Sensation und machte dem FC Bayern München das Leben schwer. Doch schließlich setzte sich der deutsche Rekordmeister und haushohe Favorit im DFB-Pokal-Viertelfinale mit 5:4 (1:2) durch.

In Unterzahl gewann das Team von Trainer Niko Kovac letztlich in einem hochklassigen und abwechslungsreichen Spiel knapp. Torjäger Robert Lewandowski schoss den Favoriten in der 84. Minute per Handelfmeter ins Semifinale. Leon Goretzka hatte die Bayern in der 12. Minute in Führung gebracht; kurz darauf sah Niklas Süle wegen einer Notbremse Rot.

Glatzel macht das Spiel seines Lebens

Robert Glatzel (26.), an dem der VfB Stuttgart interessiert sein soll, und Marc Schnatterer (39.) schossen die überraschende Pausenführung für die Gäste heraus.

Thomas Müller (53.), Lewandowski (56.) und Serge Gnabry (65.) sorgten danach für die 4:2-Führung der Bayern, bevor Dreifach-Torschütze Glatzel (74. und 77./Foulelfmeter) noch einmal ausglich.

Glatzel zeigte sich trotz seiner Gala enttäuscht. "So unmittelbar nach dem Spiel tut die Niederlage sehr weh. Wir hätten den Sieg verdient gehabt", sagte er der ARD. FCH-Trainer Frank Schmidt beglückwünschte indes die Bayern und sagte: "Ich würde mich freuen, wenn man sich irgendwann mal wiedersieht."

Schnatterer: "Haben viele Fans gewonnen"

Heidenheims Kapitän Marc Schnatterer hatte nach der Partie Mühe, das Spiel einzuordnen. "Man kan uns auf jeden Fall zu unserer Leistung hier beglückwünschen", sagte er dem SWR: "Aber eine gewisse Enttäuschung ist da, weil noch mehr drin gewesen wäre. Was die Mannschaft hier heute abgeliefert hat, war aber aller Ehren wert. Ein unglaubliches Erlebnis, hier 5:4 zu verlieren. Aber ich glaube, wir haben heute viele Fans gewonnen."

Probleme mit dem Einordnen hatte auch Thomas Müller vom FC Bayern. "Dass wir nach 4:2 wieder auf 4:4 gehen, kann uns nicht gefallen, auch wenn wir in Unterzahl waren. Das Spiel hätte nach der frühen Führung ganz anders laufen sollen. Vielleicht muss ich meine Familie und Frau fragen, wie man das Spiel einschätzen soll", sagte Müller bei "sky".

Am Dienstag hatten sich schon RB Leipzig und Zweitligist Hamburger SV für das Semifinale qualifiziert. Die beiden Finalisten für Berlin werden am 23. und 24. April ermittelt.

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