Tim Kleindienst und Oliver Hüsing jubeln. Dabei tragen sie das rot-weiß-blaue Heimtrikot des 1. FC Heidenheim. (Foto: Imago, Nordphoto)

Fußball | 2. Bundesliga 1. FC Heidenheim: Im Windschatten

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Durch den 3:1-Heimsieg gegen den VfL Osnabrück überwintert der 1. FC Heidenheim auf dem 4. Platz. Heidenheim ist nahe dran an den Aufstiegsplätzen und kann schon im ersten Spiel des neuen Jahres am VfB vorbeiziehen.

Im Motorsport versucht ein Rennfahrer aus dem Windschatten zu überholen. Nach dem letzten Spiel im Jahr 2019 befindet sich der 1. FC Heidenheim tabellarisch im Windschatten der Aufstiegskonkurrenz aus Bielefeld, Hamburg und Stuttgart. Gegen Osnabrück siegte die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt verdient mit 3:1.

Kontinuität als Erfolgsrezept

Nur einen Punkt trennt die Heidenheimer von einem direkten Aufstiegsplatz, den momentan der Hamburger SV belegt. Zum Tabellen-Dritten aus Stuttgart weist der FCH ebenso nur einen Zähler Rückstand auf. Das Besondere: Im nächsten Spiel treffen die Heidenheimer auf den VfB. Am 29. Januar treten sie auswärts beim Traditionsklub aus der Landeshauptstadt an. Heidenheim erinnert sich gerne an den letzten Auftritt in Stuttgart. Im September 2016 gewannen die Brenzstädter mit 2:1.

In Stuttgart wird aktuell analysiert, ob es mit Tim Walter weitergeht. So etwas ist in Heidenheim nahezu unvorstellbar. Frank Schmidt ist seit nun mehr zwölf Jahren im Amt, er führte den Verein aus der Oberliga bis in die 2. Bundesliga. Sein Vertrag läuft bis 2023. Zudem hat er mit dem Vorstandsvorsitzenden Holger Sanwald einen kongenialen Partner, der seit 25 Jahren im Klub tätig ist. Das ist gelebte Konstanz.

Auch Claus Vogt, der neue Präsident des VfB Stuttgart, erkennt die Leistungen der Heidenheimer an. Allerdings schränkt er gegenüber SWR Sport ein, dass diese nicht eine "solche mediale Aufmerksamkeit wie der VfB Stuttgart haben".

Dauer

Die Konstanz, die Heidenheim auf den entscheidenden Positionen hat, strebe laut Vogt jeder Verein in Deutschland an. Mit dieser Konstanz im Klub schaffen es die Heidenheimer vielleicht, im neuen Jahr ihr Überholmanöver aus dem Windschatten erfolgreich abzuschließen.

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