Christian Kühlwetter hat den 1. FC Heidenheim mit drei Toren zum Sieg gegen den Hamburger SV geschossen. (Foto: imago images, BW-Foto /Eibner-Pressefoto)

Fußball | 2. Bundesliga

Heidenheims Drei-Tore-Mann Christian Kühlwetter fehlen die Worte

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Mit einem Last-Minute-Treffer hat der 1. FC Heidenheim den Hamburger SV von der Tabellenspitze der 2. Bundesliga geschossen. Matchwinner war Christian Kühlwetter mit seinen drei Toren - und einem guten Gefühl.

Plötzlich flippen alle aus. Und wieder war Christian Kühlwetter der Grund. Zum dritten Mal hat er den Ball an HSV-Keeper Sven Ulreich vorbei ins Tor geschoben. Es war der 3:2-Siegtreffer für den 1. FC Heidenheim, der gegen den Hamburger SV bereits nach 24 Minuten mit 0:2 zurückgelegen hatte. "Unbeschreiblich", sagte Kühlwetter im Interview mit SWR Sport: "Besonders, wenn man sieht, wie wir zu Anfang des Spiels viele Schwierigkeiten hatten, uns dann aber zurück gekämpft haben. Es war einfach eine Wahnsinns-Teamleistung, besonders in der zweiten Halbzeit."

Heidenheim entflieht der Tristesse

Wie wichtig der Sieg für die Heidenheimer war, zeigt nicht nur der ausgelassene Jubel von Trainer Frank Schmidt. Der Blick auf die Tabelle verrät: Es war ein richtiger Befreiungsschlag. Heidenheim springt mit nun zwölf Punkten auf Platz neun, und entflieht der Tristesse des Abstiegskampf erst einmal. Denn der Vorsprung auf Platz 16 ist auf nun vier Zähler angewachsen.

Bemerkenswert war, welche Moral die Mannschaft nach dem frühen Rückstand (Sonny Kittel, 16. Minute u. Toni Leistner, 24.) zeigte. "Wir waren immer direkt am Mann. Jeder wollte jeden Ball gewinnen und für den anderen den Fehler wieder gutmachen. Es hat einfach Spaß gemacht, heute auf dem Platz zu stehen. Und wir haben uns dafür belohnt."

Kühlwetter, Kühlwetter und wieder Kühlwetter

Und wie sie sich belohnt haben. Heidenheim steigerte sich. Und Christian Kühlwetter sorgte erst für den schnellen Anschluss (27.) und noch vor dem Halbzeit-Pfiff für den Ausgleich (44.). Nach der Pause verflachte die Partie etwas. Vor allem defensiv zeigten die Heidenheimer eine starke Leistung.

Dass HSV-Keeper Sven Ulreich beim "Lucky Punch" in der Schluss-Minute mit seiner Slapstick-Einlage maßgeblich half, hatte jedoch nicht nur mit Glück zu tun. "Wir haben es endlich mal hinbekommen, den Gegner in der Nachspielzeit ordentlich zuzustellen", sagt Kühlwetter. "Wir haben das schon öfters probiert, aber irgendwie hat die Ordnung nie richtig funktioniert."

Diesmal hat es jedoch geklappt. "Ich glaube, der Ulreich hat nicht damit gerechnet, dass auf der linken Seite auch noch so einer angeflitzt kommt." Der ehemalige Stuttgarter legte sich den Ball zu weit vor. Genau darauf hatte Kühlwetter spekuliert. Der Rest ging im Jubel unter. "Ist natürlich geil, so ein Sieg."

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