Kevin Sessa (1.FC Heidenheim 1846) jubelt nach seinem treffer zum 2:0 (Foto: IMAGO, IMAGO / Langer)

Fußball | 2. Bundesliga

Doppelpack von Sessa: Heidenheim gewinnt BW-Duell gegen Karlsruhe

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Der 1. FC Heidenheim hat mit einem Heimerfolg gegen Karlsruhe die Saison beendet. Während Kevin Sessa doppelt ins Tor traf, traf der KSC nur zweimal das Aluminium.

Ein effizienter Kevin Sessa sorgte mit einem Doppelpack (38., 42.) für den 2:0-Sieg des 1. FC Heidenheim im schwäbisch-badischen Duell gegen den Karlsruher SC. Die 10.599 Zuschauer in der Heidenheimer Arena sahen am Sonntagnachmittag (15.05.) eine bessere Anfangsphase der Gäste. Nach sechs sieglosen Spielen in Serie wollte der KSC mit einem Erfolgserlebnis die Saison abschließen und Top-Stürmer Philipp Hofmann einen würdigen Abschied bereiten. Der Stürmer hatte Anfang Mai seinen Wechsel von Karlsruhe zum Erstligisten Bochum bekanntgegeben.

Entsprechend machten die Badener von Beginn an Druck und drängten die Gastgeber in die eigene Hälfte. Und Hofmann hatte tatsächlich die erste große Torchance (5. Minute): Die Heidenheimer Defensive störte den Stürmer nicht entscheidend, sodass Hofmann eine Hereingabe von Jakob mit der Brust verarbeiten und abschließen konnte. Jedoch klatschte der Ball nur an den rechten Heidenheimer Pfosten.

Heidenheim zunächst unkonzentriert im Aufbauspiel

Die Gastgeber fanden in der ersten Viertelstunde überhaupt nicht statt. Zu viele Pässe kamen im Aufbauspiel nicht an, die Karlsruher hatten häufig leichtes Spiel beim Erobern der Bälle. Die Überlegenheit im Mittelfeld konnten sie aber nicht in weitere Tormöglichkeiten umwandeln. Erst nach zwanzig Minuten wurde der FCH etwas aktiver und wagte sich bis in den KSC-Strafraum vor. Viel zu halten hatte Karlsruhe-Schlussmann Max Weiß, der sein Profidebüt im Tor feierte, aber weiterhin nicht.

Bereits nach einer halben Stunde musste Heidenheim-Coach Frank Schmidt wechseln: Für den angeschlagenen Andreas Geipl, der sich bei einer Abwehrreaktion den Fuß vertreten hatte, kam Christian Kühlwetter. Heidenheim hatte sich mittlerweile mehr Sicherheit erarbeitet und ließ den Karlsruhern weniger Platz - bis auf eine Aktion in der 37. Minute, als Jakob aus sechzehn Metern abzog und mit einem strammen Schuss den Ball an die Latte knallte. Es war bereits der zweite Aluminium-Treffer für die Gäste.

KSC macht das Spiel, Heidenheim trifft

Umso überraschender eine Minute später die Führung der Gäste: Kevin Sessa (38.) kam nach einer Hereingabe von Marnon Busch, der sich über die rechte Seite durchsetzte, im KSC-Strafraum in Ballbesitz und konnte den Ball ungestört von der KSC-Defensive zum 1:0 einschieben. Der Spielverlauf war auf den Kopf gestellt.

Und Heidenheim legte kurz vor der Pause nochmal nach: Über vier Stationen spielten die Heidenheimer wieder Sessa frei, der so alleine vor Keeper Weiß im Strafraum auftauchte. Aus elf Metern machte der Offensivspieler das 2:0 für die Gastgeber perfekt. Nebenbei waren es die ersten beiden Saisontore für den Heidenheimer, der sich entsprechend nach dem Spiel über seinen Doppelpack freute: "Ich war jetzt insgesamt 13 Wochen in der Saison verletzt", resümierte er. "Es hat einen langen Anlauf gebraucht, aber gegen Ende hat es zum Glück geklappt."

Karlsruhe mit Chancen auf Anschlusstreffer

Mit dieser 2:0-Führung ging es in die Halbzeitpause. Aus dieser kamen die Karlsruher mit etwas mehr Schwung. Sie versuchten sofort wieder Druck aufzubauen, um möglichst schnell den Anschluss wieder herzustellen. Angetrieben von einem sehr aktiven Kilian Jakob spielte sich der KSC immer wieder in die Heidenheimer Hälfte vor und hätte nach 58. Minuten den Anschluss markieren müssen. Malik Batmaz legte auf Fabian Schleusener quer, der nur noch das leere Tor und Abwehrmann Oliver Hüsing vor sich hatte, den Ball aber nicht im FC-Kasten unterbringen konnte. Das hätte das 1:2 sein müssen.

Die Drangphase der Karlsruher überstanden die Gastgeber unbeschadet, der KSC wirkte zunehmend ratlos und tauchte nur noch selten vor Heidenheim-Torwart Kevin Müller auf. Der FCH hatte hingegen noch nicht genug vom Toreschießen und traf noch zweimal ins Karlsruher Netz. Beide Versuche von Tim Kleindienst (59.) und Robert Leipertz (79.) wurden jedoch wegen knapper Abseitsposition von Schiedsrichter Florian Heft zurückgepfiffen.

Heidenheim klettert noch auf Platz sechs

So blieb es beim 2:0-Heimsieg für den FCH, durch den die Schwaben ihre achte Zweitliga-Saison mit 52 Punkten auf dem sechsten Tabellenplatz beenden. Für den KSC endet die Spielzeit nach nun sieben sieglosen Partien in Folge auf Tabellenrang zwölf.

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