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Fußball | Regionalliga Südwest China holt seine U20 nach Hause

Der chinesische Fußballverband (CFA) hat entschieden, seine U20-Nationalmannschaft vorerst nach Hause zurückzuholen. Zuletzt waren die geplanten Freundschaftsspiele gegen die Klubs der Regionalliga Südwest ausgesetzt worden. Eine Wiederaufnahme nach der Winterpause erscheint mehr als fraglich.

Das Testspiel der chinesischen U20 gegen Schott Mainz bleibt möglicherweise ein Einzelfall

Das Testspiel der chinesischen U20 gegen Schott Mainz bleibt möglicherweise ein Einzelfall

Die CFA-Verantwortlichen bestätigten, dass das Projekt vorerst ausgesetzt sei, nachdem der Deutsche Fußball-Bund letzte Woche die noch bis zur Winterpause angesetzte Spiele abgesagt hatte. "Es wurde entschieden, mit dem U20-Projekt zu pausieren. Wir haben die Rückreise der Mannschaft nach Hause organisiert", hieß es in einer CFA-Mitteilung.

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Somit absolvierte die chinesische U20 lediglich ein Spiel - am 18. November bei Schott Mainz. In dieser Partie hatten die chinesischen Talente aufgrund von Protesten von Aktivisten aus dem von China annektierten Tibet vorübergehend den Platz verlassen. In anschließenden Verhandlungen mit den Asiaten verweigerte der DFB aus Gründen der Meinungsfreiheit die von China geforderte Garantie zur Vermeidung ähnlicher Vorfälle bei den weiter geplanten Begegnungen. Letztlich setzte der DFB wegen der starren Haltung der CFA-Vertreter die drei bis zur Winterpause noch vorgesehenen Begegnungen der Chinesen mit den deutschen Viertligisten ab.


Ob die Testspielreihe im Frühjahr wieder aufgenommen wird, steht mehr denn je in den Sternen. Zuletzt hatte China-Kenner Klaus Schlappner ein komplettes Ende des Fußball-Entwicklungshilfeprojekts befürchtet. "Die werden jetzt wohl erst mal nach Spanien oder England gehen", hatte Chinas deutscher Ex-Nationaltrainer der Tageszeitung "Die Welt" gesagt.