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Fußball | Regionalliga FK Pirmasens zieht Beschwerde zurück

Beim FK Pirmasens versteht niemand mehr die Fußball-Welt. Während in der kommenden Saison die U20-Mannschaft Chinas am Spielbetrieb teilnehmen darf, bleibt es beim Abstieg der Pirmasenser. Der Präsident zog Konsequenzen.


Das Präsidium des FK Pirmasens hat am Mittwoch entschieden, die Beschwerde und den Antrag, die Liga von 19 auf 20 Mannschaften aufzustocken, aus verschiedenen Gründen nicht weiterzuverfolgen. Andreas Ring, einer von vier gleichberechtigten Präsidenten des Vereins, begründete den Entschluss: "Die Chancen für einen Prozess, um das zu gewinnen in diesem Schiedsverfahren, waren nahe Null, höchsten ein Prozent. Deshalb haben wir uns entschlossen, das Geld nicht unnötig irgendwo reinzupulvern, sondern es lieber im Verein nützlich einzusetzen."

Schock für Pirmasens

Drei Jahre haben die Pirmasenser in der Regionalliga Südwest gespielt. Die Bilanz: einmal Platz 13 und zweimal Platz 14. Doch das hat in in der abgelaufenen Saison nicht zum Klassenerhalt gereicht. Als Sechstletzter war Pirmasens der erste Absteiger. Dass nur wenige Tage nach dem Abstieg die chinesische U20 außer Konkurrenz als zwanzigste Mannschaft zugelassen wurde, war ein Schock für die Pirmasenser.

Präsident Ring: "Als wir erfahren haben, dass die Chinesen auf einmal hierher kommen und den 20. Platz schon haben, war unsere ganze Arbeit für die Katz, und das finde ich nicht fair. So geht man nicht miteinander um. Das ist für mich unterste Schublade." Ring zog seine persönliche Konsequenz und trat als Präsident zurück. "Ich will und kann mit solchen Verbandsvertretern nicht mehr zusammenarbeiten. Das möchte ich mir nicht mehr antun", sagte er.

Gegen die Zulassungsordnung

Hätte die Regionalliga den FK Pirmasens auf dessen Antrag hin als zwanzigste Mannschaft spielen lassen, wäre dies gegen die Zulassungsordnung gewesen. Felix Wiedemann, stellvertretender Geschäftsführer der Regionalliga Südwest, fügte hinzu: "Wie soll man das vor einer anderen Mannschaft vertreten? Ich glaube, dass das unseren Vereinen auch klar ist."

Fest steht für die Pirmasenser: die Regionalliga muss reformiert werden und der aktuelle Auf- und Abstiegsmodus überdacht werden. Denn durch Aktionen wie die Einladung der Chinesen sind Zweifel am sportlichen Wert der Liga angebracht.